Lerngeschwindigkeit erhöhen mit dem offenen und weiten Blick

Dass das Auge eines unserer wichtigsten Sinnesorgane ist, steht außer Frage. Wir wissen, dass wir über die Augen ca. 85% an Wissen und Informationen aufnehmen, und es liegt also nahe, dass wir dieses Sinnesorgan optimal trainieren und pflegen.

Allerdings, was wir mit dem offen oder weiter Blick meinen, ist wahrscheinlich nicht jedem gleich verständlich und nachvollziehbar. Jedoch, wenn wir vom peripheren Sehen sprechen, dann hören wir oft ein erleichterndes “ja genau”.

Und in der Tat kann man den weiten und offenen Blick mit dem peripheren Sehen vergleichen. Denn das periphere Sehen ist eine Form visueller Wahrnehmung, bei der nicht nur eine Stelle, ein Objekt oder ein Punkt fixiert wird, sondern auch das Areal drumherum. Man blickt zwar auf ein Objekt, sieht und nimmt jedoch die Bilder und Geschehnisse drumherum wahr.

Diese verborgene und brachliegende Fähigkeit regelmäßig trainiert, schafft nahezu Wunder und hilft jedem Schulkind, dass es sich besser konzentrieren kann und seine Lerngeschwindigkeit erhöht.

Was verbirgt sich hinter dem weiten und offenen Blick genau?

Hierzu möchten wir einen kleinen Abstecher in den asiatischen Raum machen. Denn gerade in den östlichen Kulturen, wo fast alle Kampfkünste geboren und entwickelt wurden, wird oft von einem weichen Fokus berichtet, der mit dem peripheren Sehen oder einem weiten und offenen Blick gleichzusetzen ist.

Es wird sogar den Meistern der Kampfkünste nachgesagt, dass sie genau wissen, was hinter ihnen vorgeht. Japanische Bogenschützen trainieren diese Art der Wahrnehmung ebenso, auch Schamanen beherrschen diese Technik.

Bei dem weiten und offenen Blick oder dem peripheren Sehen geht also darum, die Dinge um das anvisierte Objekt drumherum mehr oder überhaupt wahrzunehmen. Man schaut auf ein Objekt oder Subjekt, und kann links und rechts, oben und unten alles wahrnehmen – eine Fähigkeit, die wir von Natur aus alle besitzen! Vor allem bei Kleinkindern kann man das noch sehr gut beobachten.

Folgendes Beispiel:
Man hat Freunde mit Kleinkindern eingeladen, die dann mit den eigenen Kleinkindern spielen können. Um der Sorgfaltspflicht gerecht zu werden, spielen die Kinder in der einen Ecke des Zimmers, während die Eltern im selben Raum auf der anderen Seite in ihre Erwachsenengespräche vertieft sind, wohl immer mit einem Auge bei den Kindern. Die Kinder sind in ihr Spiel versunken, bekommen sonst nichts mit, können aber das Gespräch der Erwachsenen hören.

Der Tag neigt sich dem Ende zu, und die Freunde verabschieden sich. Jetzt kann Folgendes passieren: Die eigenen Kinder fragen zu den einen oder anderen Gesprächspassagen aus dem Erwachsenengespräch etwas, was sie irgendwie aufgeschnappt haben und nicht hätten aufschnappen sollen. Kennt ihr so etwas? Habt ihr so etwas schon mal erlebt? Wie können Kinder, vertieft in ihr Spiel, Gesprächspassagen von Erwachsenen aufgreifen, obwohl sie nicht aktiv zuhören?

Kinder haben von Natur aus eine 360 Grad-Aufnahmefähigkeit! Sie können Dinge sehen, hören oder aufnehmen, auf die sie nicht unbedingt fokussiert oder mit denen sie nicht direkt verbunden sind. Diese Fähigkeit hatte jeder von uns.

Man hat in einer Studie herausgefunden, dass Kinder zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr eine 25mal schnellere Aufnahmefähigkeit haben als die besten Elitestudenten der Welt. Ebenso ist die Merkfähigkeit um ein vielfaches besser, sowie die Lerngeschwindigkeit deutlich höher, als in den späteren Jahren. Dies bestätigen auch die Daten aus der Sprachentwicklung bei Kindern bis zur Einschulung.

In der Zeit vom 1. Lebensjahr bis zur Einschulung lernen Kinder in atemberaubender Geschwindigkeit die Muttersprache. Zu Beginn der Schulzeit beherrschen Kinder im Durchschnitt 2.500 Wörter. Der kindliche Spracherwerbprozess gilt dann als weitgehend abgeschlossen.

 

Der Tunnelblick – der Gegenspieler des weiten und offenen Blicks

Der Tunnelblick ist wohl der Blick, den wir am leichtesten nachvollziehen können und der landläufigen Meinung entsprechend eher als fokussierten Blick beschreiben würden. Die meisten Menschen laufen den lieben langen Tag mit diesem Tunnelblick umher. Soweit ist das nichts Schlimmes, sofern wir noch in der Steinzeit leben würden.

Wie der Begriff schon andeutet, befinden wir uns in einem Tunnel und sehen nur eine Sache – ein Objekt oder Subjekt, auf das wir uns konzentrieren. Wir glauben, dass wir uns richtig konzentrieren, aber das Gegenteil ist der Fall: Die Konzentrationsfähigkeit sowie die Lerngeschwindigkeit nehmen ab und die Aufnahmefähigkeit wird beeinträchtigt.

Der Tunnelblick hat nur einen einzigen Vorteil, nämlich wenn es ums Überleben geht.

Machen wir einen Sprung in die Steinzeit:
Wir sitzen alle gemütlich und entspannt beim abendlichen Lagerfeuer als unerwartet ein Säbelzahntiger über die Hecke springt und Lust auf Menschenfleisch hat. Jetzt heisst es rennen um sein Leben! Jetzt brauchen wir den Tunnelblick, denn jetzt geht es ums nackte Überleben und wir wollen am Leben bleiben. Jetzt interessiert uns nicht, dass das Fleisch noch auf dem Feuer liegt oder das Steinbett noch nicht zum Schlafen vorbereitet wurde. Das Gehirn schaltet automatisch auf Tunnelblick und auf den Überlebensmodus.

Für das Gehirn bedeutet das Alarmstufe ROT, nur eine Sache im Blick: Flucht und Überleben. In dieser hochangespannten Stresssituation werden alle Kräfte mobilisiert und das Immunsystem fährt gegen Null. Haben wir überlebt, erholen wir uns von dem Schreck. Ist der Säbelzahntiger schneller gewesen, dann ist eh alles egal.

Was hat der Tunnelblick mit Heute zu tun?

Nun, in der Schule wird leider dieser Tunnelblick unbewusst trainiert. Kinder lernen lesen in dem sie Wort-für-Wort lesen, sogar mit Hilfe des Zeigefingers, um den Blick auf nur eine Stelle zu richten. Das Gehirn befindet sich aber dann immer im Tunnelmodus. Und der Tunnelmodus bedeutet Stress – wie wir zuvor erfahren haben.

Und Stress ist der Gegenspieler von freudvollem Lernen, blockiert die Lerngeschwindigkeit und Aufnahmefähigkeit beim Lernen.

Der Tunnelblick aktiviert das Stammhirn, und dies ist nicht wirklich hilfreich beim Lesen oder Lernen. Auf Dauer ist das sehr anstrengend und verlangsamt unsere Lesegeschwindigkeit deutlich und unsere Konzentrationsfähigkeit bleibt auf der Strecke. Auch verursacht der Tunnelblick fast permanent einen Stresszustand für das Gehirn, welches dadurch nicht optimal arbeiten kann.

Übrigens
Man kann den weiten und offenen Blick trainieren und wieder zum vollen Einsatz bringen. Hierzu bieten wir ein Seminar an (Titel: Geniale Lese- und Lerntechnik), wie man bis zu 25mal schneller lesen und lernen kann, die Konzentration dauerhaft steigert bei besserem Verständnis und mehr Spaß!

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Was kannst du jetzt gleich tun?

Entspannung für das Gehirn kannst du oder dein Kind erzeugen, indem du vor dem Lesen oder vor dem Hausaufgabe machen kurz inne hältst, den Blick auf das offene Buch richtest, jedoch nicht auf ein Wort fokussiert, sondern auch das Drumherum erfasst.

Du siehst, ohne den Blick von dem Buch zu nehmen, links und rechts die Möbel in dem Raum, die Wand usw. Du kannst, obwohl du den Blick auf das Buch gerichtet hast, den Raum erfassen (räumlich weite Wahrnehmung).

Dadurch entspannen sich das Gehirn und die Augen – deine räumliche Wahrnehmung wird trainiert. Nach dem Lesen oder der Hausaufgabe machst du oder dein Kind die gleiche Entspannungsübung für ca. 60 Sekunden – weicher und offener Blick.

Auf Dauer wir sich dann dein Aufnahme- und Merkfähigkeit, sowie deine Konzentration verbessern.

Auch in allen Alltagssituationen kannst und solltest du den weichen offenen Blick immer wieder einbauen: beim Spazierengehen, beim Autofahren, in Gesprächen usw.

Die Fähigkeit der räumlichen Wahrnehmung muss dauerhaft trainiert werden. Menschen mit teilweise fast täglichen Beschwerden, wie z.B. brennende Augen, Leseprobleme, Konzentrationsprobleme, Lernschwierigkeiten, schnelle Ermüdung können mit entsprechendem visuellen Training diese Beschwerden deutlich reduzieren, was einige Studien bestätigen (z.B. Simons/Grisham, 1987). Auch eine enorme Stärkung des Immunsystems erfolgt durch den weichen Blick.

 

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Stressfrei die Hausaufgabe machen – 3 sofort umsetzbare Tipps!

Wem von euch geht es wie uns? Jeden Tag aufs Neue kommen unsere süßen Kinder von der Schule nach Hause. Wir freuen uns schon auf unsere Liebsten, jedoch ganz tief in unserem Hinterstübchen wissen wir genau, was uns in den nächsten zwei Stunden bevorsteht: die Hausaufgabe – der tägliche Krieg mit unseren Liebsten.

Alles beginnt mit einem von uns liebevoll angerichteten Mittagessen, bei dem uns unsere Töchter in rasender Geschwindigkeit den gesamten Tagesablauf erzählen und uns unsere Söhne mit den Worten: „Eh super, lustig wars, kann mich nicht mehr so genau erinnern“ ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Nach dem Essen folgt der magische Satz, der quasi zur Schlacht aufruft: „So, werden wir gleich die Hausaufgabe machen?“

Jetzt kann das „Kriegsspiel“ beginnen. Wir versuchen nun, unseren Kindern alle Vorteile aufzuzählen, die sie haben, wenn sie gleich die Hausaufgaben erledigen. Unsere Kinder versuchen hingegen uns eindrucksvoll zu erklären, dass jetzt absolut nicht der richtige Zeitpunkt zum Hausaufgabenmachen ist. Das ist der Zeitpunkt, an dem die Stimmung in unserem Haus kippt und wir Eltern ein sehr starkes nervliches Training absolvieren. Was jedoch spricht eigentlich für und gegen die Hausaufgabe?

Pro Hausaufgabe

Viele Schulpädagogen meinen, dass Hausaufgaben wichtig sind, um Kinder auf ein geregeltes, selbstständiges und strukturiertes Arbeiten heranzuführen, damit sie auch im weiteren Leben konsequent ihre Pflichten verfolgen. Zusätzlich würde dadurch der Lehrer eine wichtige Rückmeldung erhalten, wie gut der Stoff bei den Kindern angekommen ist.

Contra Hausaufgabe

Gegner sind davon überzeugt, dass Hausaufgaben vor allem für Stress und Streit in der Familie sorgen und dass es keinen Nachweis für positive Effekte gibt.

Wer recht hat, kann nicht genau beantwortet werden, jedoch laden wir die Schulpädagogen sehr gerne mal zu dem täglichen Kriegsspielszenarium nach Hause ein, damit sie uns erklären können, wie sinnvoll ihnen dieser tägliche Streit erscheint.

Trotzdem gibt es die tägliche Hausaufgabe an unseren Schulen noch immer, deshalb haben wir uns 3 Tipps für euch überlegt, um das Spiel der täglichen Hausaufgabe für euch zu entscheiden.

 

1. Tipp 

Das Expertenrollenspiel
Erklärt eurem Kind, dass es der absolute Experte auf dem Gebiet ist. Macht daraus ein tägliches Spiel, indem das Kind sich sehr stark in die Rolle des Experten einfühlt. Euer Kind soll sich vorstellen, dass es den Lernstoff perfekt beherrscht und diesen sogar unterrichten kann. Sollte euer Kind schon alt genug sein, dann lasst es die Hausaufgabe alleine erledigen, um danach euch zu unterrichten. Ihr seid somit die Schüler und euer Kind unterrichtet euch. Somit hat euer Kind ein kurzfristiges Ziel, wodurch Dopamin ausgeschüttet wird, was euer Kind bei der Hausaufgabe positiv unterstützt.

Ist euer Kind noch etwas jünger, dann unterstützt es bei der Hausaufgabe und macht aus dem Expertenrollenspiel wirklich ein Spiel – seit kreativ.

2. Tipp

Schlucke die dickste Kröte zuerst
Diesen Tipp haben wir aus dem Buch „Eat the Frog“ von Brain Tracy. Er beschreibt darin sehr gut, dass die größten und unangenehmsten Aufgaben immer zuerst erledigt werden sollten. Denn wenn die größte und hässlichste Kröte mal weg ist, dann wird alles weitere zum Kinderspiel. Das Motto „Schlucke die dickste Kröte zuerst“ in Verbindung mit Tipp 1 „Das Expertenrollenspiel“ bewirkten Wunder, da die unangenehmste Aufgabe als Experte wahrgenommen wird.

 

3. Tipp

Regelmäßige Bewegungspausen
Schulkinder brauchen immer wieder eine Pause. Warum? Sogenannte Neurotransmitter sind für die Signalverarbeitung im Gehirn verantwortlich und für unsere Konzentration enorm wichtig. Nach 20 bis 25 Minuten bei der Hausaufgabe oder beim Lernen sinken die Neurotransmitter gegen null. Die Kinder spüren dann instinktiv, dass sie sich nicht mehr konzentrieren können. Sie werden unruhig, zappelig und können kaum mehr ruhig sitzen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass nur 30 bis 60 Sekunden Bewegung helfen, um Neurotransmitter wieder aktiv werden zu lassen. Es genügt, wenn Kinder kurz Arme und Hände durchschüttelt oder sich am Körper und Kopf abklopfen. Danach können sie sich wieder super konzentrieren und wir Eltern ersparen uns die täglichen Diskussionen mit den typischen Phrasen „Ich mag nicht mehr. Kann ich später weitermachen? Das schaff ich doch nie.“ Ihr kennt das doch alle oder?
Also stellt euch den Wecker und macht alle 20 bis 25 Minuten eine kurze Bewegungspause.

Fazit:
Mit diesen 3 einfachen Tipps könnt auch ihr die nächste Schlacht für euch entscheiden. Glaubt uns: Diese einfachen Tipps regelmäßig umgesetzt und ihr werdet wieder aufatmen können, wenn es um die Hausaufgaben geht.

Viel Spaß

Das BBA-Team

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