Mehr Selbstvertrauen für dein Kind – 5 geniale Tipps!

Eltern wollen das Beste für ihr Kind. Und damit es gut durchs Leben kommt, gehört Selbstvertrauen zu einer der wichtigsten Eigenschaften, die Kinder entwickeln sollen. Ja, entwickeln! Es gibt sie, die Kinder, die schon mit einer satten Portion Selbstbewusstsein in den ersten Jahren durch die Welt gekrabbelt sind. So, wie alle Menschen unterschiedlich sind, ist auch die Neigung zum Vertrauen in die eigene Person unterschiedlich ausgeprägt. Manche haben viel Vertrauen in sich selbst, ohne dass man dies gesondert gefördert hatte. Andere Kinder dagegen haben nur wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gut zu wissen, dass wir als Eltern Selbstvertrauen aber gezielt aufbauen können!

Warum ist Selbstvertrauen so wichtig?

Kinder und Jugendliche sind dann am glücklichsten, wenn sie sich sicher und angenommen fühlen. Wenn sie sich als selbstwirksam erleben und wissen, dass für jedes Problem auch eine Lösung gefunden werden kann. Nicht immer ist das Leben einfach. Das müssen auch schon Kinder und Jugendliche erfahren. Auch, wenn es rein materiell betrachtet noch keiner Generation so gut ging wie den jetzigen jungen Erwachsenen, so erleben diese dennoch Herausforderungen, an denen man scheitern oder wachsen kann. Freundschaften und die dazugehörigen Reibereien können auch schon jungen Kindern sehr zusetzen.

Nach der Einschulung ist es nicht selten der Schulstress, der Kindern mit wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten jeden Mut zu rauben scheint. Und hat erst einmal die Pubertät Einzug gehalten, so spielt das Aussehen und die Frage, wie gut man bei anderen ankommt, zumindest phasenweise eine große Rolle. Scheinbare Nichtigkeiten, betrachtet aus unserer Elternsicht, können Kinder und Jugendliche dann aus der Bahn werfen.

Was in schwierigen Zeiten hilft, ist eine gute Beziehung zu den Eltern und anderen Bezugspersonen. Probleme ertragen sich leichter, wenn man weiß: Da ist jemand, auf den ich immer zählen kann. Der immer zu mir hält, auch, wenn ich vielleicht gerade ziemlichen Unsinn gebaut habe. Der an mich glaubt, der mir hilft, Lösungswege zu erkennen und zu beschreiten. Ein gutes, soziales Netz, was auffängt und trägt, ist wichtig.

Eltern dürfen und sollen Kinder und Jugendliche bei Problemen unterstützen. Kein Kind dieser Welt wächst gut heran, wenn man ihm immer signalisiert, es müsse Probleme alleine lösen. Eine solche Erziehung zur vermeintlichen Selbstständigkeit kann negative Folgen haben und das Vertrauen des Kindes zu seinen engsten Bezugspersonen nachhaltig Schwächen. Und dennoch müssen auch die liebevollsten Eltern dieser Welt erkennen, dass man nicht alle Probleme der Kinder lösen kann.

Nicht jede Traurigkeit kann man ihnen abnehmen, nicht für jede Schwierigkeit sofort alleine Lösung herbeizaubern. Auch, wenn es uns schwerfällt zu akzeptieren, dass wir unserem Nachwuchs nicht jedes Leid abnehmen können: Es macht auch entwicklungspsychologisch wenig Sinn, Kindern und Jugendlichen jedes Problem sofort aus dem Weg zu räumen. Auch Kinder wachsen an ihren Aufgaben – wenn wir sie lassen, mit liebevoller Begleitung im Hintergrund.

Um Probleme zu meistern und gestärkt aus Krisen hervorzugehen, braucht es vor allem eines: Mut und Vertrauen in die eigene Persönlichkeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Es mag für viele Kinder und Jugendliche erst einmal der einfachere Weg zu sein, die Eltern vorzuschicken und zu hoffen, dass die schon für jedes Problem eine Lösung haben werden. Dennoch erleben sie sich so nie als selbstwirksam.

Sie lernen nicht, dass sie durchaus in der Lage wären, über ein Problem nachzudenken, negative Gefühle auch einmal auszuhalten, Lösungen zu finden und so auch mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Vertrauen in sich selbst ist aber eine der wichtigsten Eigenschaften im Leben. Nur, wer weiß, dass er etwas schaffen kann, dass er sich auch schwierige Dinge zutrauen kann, der kann den Alltag gut meistern.

Vielen Eltern ist all das durchaus bewusst. Umso besorgter sind sie, wenn sie ihre Kinder als wenig selbstbewusst erleben. Sie wünschen sich mehr Mut für ihren Nachwuchs, weniger Schüchternheit und wollen das Vertrauen in das eigene Können fördern. Wir verraten, wie ihr mit 5 einfachen Tricks das Vertrauen eurer Kinder in die eigenen Fähigkeiten und Stärken gezielt aufbauen könnt.

Tipp #1
Dem Kind Zeit geben

Ein altes Sprichwort besagt, dass da Gras auch nicht schneller wächst, wenn man daran zieht. Dies kann man sehr gut auf den Alltag vieler Kinder und Jugendlicher übertragen. Natürlich wollen wir alle, dass der Nachwuchs gut in der Schule zurecht kommt. Wir wünschen unseren Kindern, dass sie schnell gute Freunde finden und den eigenen Standpunkt in Diskussionen vertreten können. Alle diese Eigenschaften sind wichtig – sie aufzubauen, kostet aber Zeit.

Je nach Naturell des Kindes auch viel Zeit. Eltern, die hier ungeduldig werden, dem Kind immer wieder die Rückmeldung geben, es sei zu zögerlich, es müsse mutiger sein, verunsichern ihr Kind. Nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Reife entwickelt sich im eigenen Tempo. Dieses können wir nicht in dem Ausmaße beeinflussen, wie Eltern das manchmal gerne tun würden. Wer seinem Kind die notwendige Zeit gibt, erreicht auf Dauer gesehen mehr als Eltern, die in vielleicht besten Absichten den Nachwuchs ständig überfordern und damit verunsichern.

Tipp #2
Nicht überbehüten!

Extreme sind in der Kindererziehung nie sinnvoll. Verwahrlosung darf kein Thema sein, eine permanente Überbehütung von Kindern und Jugendlichen ist aber ebensowenig sinnvoll. Überbehüten meint den ständigen Versuch, den Kindern alle Probleme aus dem Weg zu räumen und ständig um sie zu kreisen, aus Angst, ein Leid könne ihnen geschehen. Natürlich ist es die elterliche Liebe und der Wunsch, dass es den eigenen Kindern so gut wie nur irgendwie möglich geht, der aus solchem elterlichen Verhalten spricht.

Kinder, die aber nie gelernt haben, machbare Aufgaben auch zu schaffen und sich selbst einmal etwas zuzutrauen, können kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln. Woher sollen sie dies lernen, wenn es immer die Eltern sind, die alles, wozu man Kraft und Überwindung braucht, sofort für sie erledigen? Vielmehr gilt es, den Kindern individuell leitbare Aufgaben zuzutrauen, sie auch mal machen zu lassen- Fehler inklusive.

Der Erstklässler kann sicher auch einmal alleine beim Bäcker die Brötchen kaufen, Schulkinder generell sollten Wege, die in Punkto Sicherheit kein Risiko darstellen, auch alleine zurücklegen dürfen. Kinder, die merken, dass man ihnen etwas zutraut, gehen anders an Aufgaben heran und entwicklen nach und nach mehr Vertrauen in sich selbst.

Tipp #3
Schulstress, lass nach!

Viele Kinder und Jugendliche benennen die Schule als einen Hauptfaktor für Stress und wenig Selbstbewusstsein. Gerade diejenigen, die viele Misserfolge einstecken müssen und glauben, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein, durchleben oft harte Jahre in der Schule. Hier sollen Eltern durchaus gezielt unterstützen. Vielleicht macht zum Beispiel professionelle Nachhilfe Sinn, um Lücken zu schließen und mit guten Noten das Selbstbewusstsein und Konzentration wieder aufzubauen.

Wichtig ist aber auch, keine unrealistischen Erwartungen zu stellen und Leistungen einzufordern, die das Kind individuell in seiner jetzigen Phase der Entwicklung nicht bringen kann. Eltern können irgendwann meist nicht mehr jedes Problem in der Schule lösen und müssen vielleicht auch einmal lernen, mit Misserfolgen umzugehen. Für das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen in sich selbst ist eine Familie wichtig, die signalisiert, dass man bedingungslos geliebt wird und die Schulleistungen nicht den Wert der Person ausmachen.

Tipp #4
Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten spielerisch fördern

Bevor mangelndes Selbstbewusstsein in der Schule vielleicht zum Problem wird, kann das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten schon zur Kindergartenzeit aufgebaut werden. Eltern, die hier Zeit investieren, um liebevoll zugewandt mit ihrem Kind zu spielen, seine Fragen zu beantworten und die Herausforderungen des Kinderalltags begleiten, werden meist mit selbstbewussten Jugendlichen belohnt. Mutig sein kann man durchaus im Alltag üben! Viel altersgerechter Sport ohne Leistungsdruck , der körperlich fördert und fordert, kann zum Beispiel mutiges, selbstbewusstes Verhalten fördern. Auch kindgerechte Hobbys können sinnvoll sein, um den Horizont des Kindes regelmäßig zu erweitern und ihm neue, machbare Herausforderung zu geben.

Tipp #5
Loben tut gut!

Natürlich stellen Kinder und Jugendliche so einiges an , wo Eltern klar Stellung beziehen und vielleicht auch mal Kritik üben müssen. Dies ist auch dringend notwendig, denn nur so können die Erwachsenen von morgen wissen, was von ihnen erwartet wird und ein angemessenes Sozialverhalten erlernen. Problematisch wird es aber, wenn Tadeln und negative Äußerungen den Alltag in der Familie bestimmen. Vielmehr sollten anerkennende , lobende Worte an Kinder und Jugendliche gerichtet werden und den Großteil der Kommunikation ausmachen. Ehrliches, authentisches Loh ist dabei natürlich entscheidend.

Achtet mehr darauf, was die Kinder schon alles können – das ist wichtiger als das, was noch gelernt werden muss und gelernt werden wird. Lobende Worte für eine geschaffte Aufgabe oder einfach auch für den Versuch, sich einer Herausforderung mit Konzentration zu stellen, verhelfen dem Kind zu mehr Selbstbewusstsein. Nicht nur das Ergebnis, auch der Weg dahin darf gelobt werden. Lob vermittelt dem Kind, dass seine Bemühungen gesehen werden und dass es schon sehr viel alleine schaffen kann. Lob verdeutlicht, dass sich jeden Tag neue Fähigkeiten entwickeln, im ganz individuellen Tempo, und dass das Kind gut so ist, wie es ist. Das wiederum schafft Vertrauen in sich selbst: Ich bin etwas, ich kann etwas und ich werde an meinen Aufgaben wachsen.

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Dein Kind will nicht lesen? 6 Tipps, wie dein Kind zur Leseratte wird.

Wenn Sie diesen Blogbeitrag angeklickt haben, hat ihr Kind vermutlich keine Lust an Büchern. Wir können Sie beruhigen, damit sind Sie nicht allein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie direkt die ganze Schulkarriere ad Acta legen müssen. Bücher können für viele eine Freude, für manche aber auch eine Tortur darstellen. Wenn der Nachwuchs einfach kein Buch in die Hand nehmen will, kann dies schnell zu einer Krise im Haushalt führen.

Lesen zu können bedeutet, unsere Welt über die Schrift verstehen zu lernen und sie im späteren Leben durch fortschreitende Bildung auch hinterfragen und verändern zu können. Wer dies nicht gut oder gar nicht kann, hat es oft schwer, an der Gesellschaft teilzunehmen. Aber aller Anfang kann schwer sein und wie bei allen Fähigkeiten ist Übung essentiell. Schnell entsteht die Sorge, das Kind könnte eine Leseschwäche oder ähnliches haben. Dies kann der Realität entsprechen, muss es aber nicht. Nicht alle Kinder finden den Weg in die Welt der Buchstaben allein und haben Freude daran sie zu entdecken, auch wenn sich das alle Eltern wünschen würden. Jedoch steckt nicht hinter jeder Unlust ein schwerwiegendes Problem. Der Schlüssel kann schon mit wenigen Schritten gefunden und gefördert werden.

Tipp #1
Gemeinsame Lesezeit als Ritual einführen

Kinder lieben es, ungeteilte Aufmerksamkeit von ihren Eltern zu erhalten. Nutzen Sie mit ihrem Kind am Tag oder Abend 15 bis 20 Minuten und Sie geben ihm nicht nur ein Gefühl von Aufmerksamkeit und Geborgenheit, sondern fördern die Konzentrationsfähigkeit und trainieren dabei das eigene und insbesondere das Sprachgefühl ihres Kindes. Als Ritual gestaltet, kann die gemeinsame Lesezeit eingekuschelt vor dem Zu Bett-Gehen stattfinden oder in einer Ruhezeit nach Schule und Betreuungszeit. Mit Kakao und Keksen kann der Nachwuchs zusätzlich angelockt werden. So wird die Lesezeit zu einer rund um positiven Erfahrung.

Tipp #2
Selbstvertrauen spielerisch fördern

Kinder, die schnell aufgeben, weil sie Neues aufgrund von Unsicherheit nicht angehen oder direkt verweigern, sind nicht selten. Viele Eltern sehen keinen Grund, warum der Nachwuchs ein geringes Selbstvertrauen haben sollte. Doch die Welt der Buchstaben kann für Kinder auch abschreckend wirken. Ratespiele rund um Anfangsbuchstaben von Gegenständen im Haushalt oder den Lebensmitteln beim Frühstück können da Abhilfe schaffen. Nutzen sie Buchstabenkarten, die bunt illustriert sind, um den visuellen Reiz zu erhöhen. Lassen Sie ihr Kind den Einkaufszettel schreiben und später beim Einkaufen selbst die Artikel heraussuchen. Fragen Sie nach, was auf den Artikeln geschrieben steht. Auch Verkehrsschilder und Plakate können im Alltag unbemerkt die Lesefähigkeit trainieren und auf diese Weise den kleinen ABC-Schützen beim Lernen unterstützen.

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Tipp #3
Kreativität und Fantasie anregen

Kinder greifen nur zu etwas was sie wirklich interessiert. Um ihre Fantasie und Kreativität anzuregen und Konzentration zu fördern, ist es wichtig, das richtige Buch parat zu haben. Ein Ausflug in einen großen Buchladen oder in eine Bibliothek macht nicht nur Spaß und ist interessant, er eröffnet auch den Blick auf die Vielfalt der Bücherwelt und macht Lust auf mehr. Schnell kann ein Bilderbuch ausgesucht und bei einem Kaffee für Mama und einem Keks fürs Kind noch im Buchladen angeschaut werden. Vielleicht wird eine ganz neue Buchreihe mit spannenden Detektiv-Geschichten oder Hexen und Feen-Abenteuern entdeckt, die die ganze Familie in den kommenden Wochen begleiten und zum Spielen und selbst durchlesen anregen. Wichtig bleibt die Vielfalt der Möglichkeiten zu erkennen, mit der Kinder angeregt werden können.

Wer nicht ganz dem Digitalen abgeneigt ist, kann mit dem Nachwuchs auch eigene Videos zum Thema Buchstaben drehen und diese auf Youtube hochladen und einen eigenen Kanal erstellen. Über das Drehen eines eigenen Videos wird sich nicht nur mit dem Thema auseinandergesetzt, Konzentration trainiert und spielerisch geübt – die Kinder erhalten eine Form der Anerkennung und Vorbildfunktion die ihr Selbstwertgefühl steigern kann, wenn sie im Internet anderen erklären, wie der Umgang mit den Buchstaben richtig geht.

Auch rund um das Thema Buch kann die Kreativität angeregt werden. Basteln Sie mit ihrem Kind selbst ein Buch, welches es mit Malereien und Geschichten füllen kann. Auch ein schönes Lesezeichen kann ein Weg sein, ebenso wie ein besonders schön eingebundenes Notizbuch oder ein neuer Stift.

Kinder messen sich auch gerne mit anderen oder treten gegen sich selbst an. Mit einer Punktetabelle, einem Leseprotokoll oder Smileys die für geleistete Lesezeit gegeben werden, können kleine Preise oder gemeinsame Unternehmungen gewonnen werden. Für 30 Punkte die in einer Woche erarbeitet wurden, könnte man zum Beispiel zusammen Eis essen oder in den Zoo gehen.

 

Tipp #4
Digitalisierung als Chance für Leselust nutzen

In Zeiten der Digitalisierung geht die Notwendigkeit des Lesens scheinbar unter, da anwenderfreundliche, sich selbst erklärende Screens dies angeblich kaum noch notwendig machen. Doch der Schein trügt. Sprache und die Fähigkeit die reale und die digitalisierte Welt für sich selbst zugänglich zu machen, ist und bleibt das grundlegende Medium unserer Gesellschaft. Die Digitalisierung macht Sprache umso wichtiger, und die Kompetenz des Lesens spielt dabei weiterhin eine grundlegende Rolle, allein um die Inhalte zu verstehen und später auch hinterfragen zu können.

Auch wenn die Bildschirmzeit am Tag auf 30 Minuten begrenzt sein sollte, können Tablets zum Lernen genutzt werden. Verschiedene Anbieter von Tablets bieten auch die Möglichkeit Alters, Zeit – und Spielbeschränkungen einzustellen. Ebenso können Lerninhalte festgelegt werden. Bücher und Lernspiele können somit auch über das geliebte Tablet abgerufen werden. Auf diese Weise verbindet sich die digitale Welt mit positivem Lerninhalt und fördert den Spaß am Lernen.

Tipp #5
Vorbild sein – Spaß an Büchern zeigen

Kinder orientieren sich an ihren Vorbildern und damit meist an ihren Eltern. Wenn die Eltern Spaß an Büchern haben und dies auch ihren Kindern vorleben und mitteilen, greift der Nachwuchs vermutlich schneller zu einem Buch, als wenn Smartphones und Fernsehen vorherrschen. Auch wenn Sie ihren Kindern von einem spannenden Buch erzählen und den Spaß dabei erwähnen, den es Ihnen bereitet, öffnet sich für die Kleinen eine neue spannende Welt, die es zu entdecken gilt.

 

Tipp #6
Loben, loben, loben

Der wichtigste Tipp von allem ist, Anerkennung und Lob zu verteilen. Kinder lieben es, gelobt zu werden. Es fördert ihr Selbstvertrauen, sie fühlen sich geliebt und es unterstützt sie dabei, Neues auszuprobieren. Sparen Sie nicht damit, im Gegenteil. Loben verhätschelt nicht, es stärkt das Selbstvertrauen. Auch wenn ein Satz oder ein Wort nicht gleich erfasst wurde, ist der Versuch, die Neugier auf das neue Wissen und der Spaß dabei, das was zählt und für ein Leben bleibt.

 

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Das unsichtbare Band zwischen Eltern und Kinder aktiv nutzen

Wir haben das Jahr 1958. Der US-Amerikanische Psychologe, Verhaltensforscher und einer der bedeutendsten Primatenforscher Harry Halow führt, ein Experiment an Rhesusaffen durch. Dass auch Tiere ein Bindungsbedürfnis haben und ihnen Nahrung allein nicht reicht, will Harry Harlow in seinem berühmten Affenexperiment an der University of Wisconsin unter Beweis stellen. Er trennte junge Rhesusaffen von ihren Müttern und bastelte ihnen stattdessen zwei künstliche Ersatzmütter aus Draht mit Holzkopf. Die eine gab Milch, die andere war weich mit Plüsch gepolstert. Harlow wollte wissen, welche Attrappe die Äffchen bevorzugen würden. Das Ergebnis war eindeutig: Alle Affen gingen nur zum Trinken zur „kalten“ Drahtmutter, anschließend kauerten sie jedoch bis zur Erschöpfung bei der Stoffmutter. Das Bedürfnis nach Wärme und Geborgenheit war offenbar stärker als der Hunger.

Was hat dieses Experiment mit der Verbindung zwischen Eltern und Kindern zu tun?

In der Tat, benötigen wir keine Experimente mit Affen um zu wissen, dass auch Eltern eine enge und innige Verbindung zu ihren eigenen Kindern haben.

Es zeigt uns und macht uns bewusster, dass so etwas wie ein unsichtbares Band zwischen Eltern und vor allem zwischen Müttern und ihren eigenen Kindern gibt. Das man dieses Band aktiv nutzen und somit indirekten Einfluss auf unsere Kinder nehmen können, wirst du in diesem Artikel erfahren.

Mütter und Töchter haben die stärkste Bindung

Forscher haben herausgefunden, dass die Beziehung zwischen Mütter und Töchter die stärkste aller Eltern-Kinder-Bindung ist. Das Forscherteam um die Psychiatrie Professorin und Neurowissenschaftlerin Fumiko Hoeft von der University of California stellten fest, dass die Ursache dafür emotionale Prozesse im Gehirn sind, die bei Müttern und Töchtern ähnlich ablaufen. Mit der Magnetresonanztomographie (MRT) konnten die Forscher abbilden, dass die Hirnareale bei Müttern und Töchtern viel ähnlicher waren, als in allen anderen Elternteil-Kind-Kombinationen.

Generell kann also gesagt werden, dass dieses unsichtbare Band zwischen Eltern und vor allem zwischen Müttern und Kindern eine starke Bindung ist, die in den allermeisten Fällen ein Leben lang hält. Das Band, dass faktisch bereits im Mutterleib durch die Nabelschnur existiert, knüpft sich weiter und fester auch nach der Geburt.

So hilft diese Verbindung beim Lernen

Eine motivierte Mutter nutzte seit 4 Wochen das Konzentrationstraining, damit ihre Tochter (10 Jahre) spielerisch neue Verbindungen (Synapsen) in allen Gehirnarealen aufbaut, um dadurch schulische Probleme zu lösen und konzentrierter zu werden.

Sie kontaktierte uns und erzählte, dass sie sich große Sorgen wegen ihrer Tochter macht. Sie tut sich in der Schule schwer, liest sehr langsam und ist unkonzentriert bei der Hausaufgabe.

Wir erklärten ihr, dass sie erst seit 4 Wochen das Training nutzt und sie solle ihrer Tochter Zeit geben, damit sich neue Verbindungen im Gehirn aufbauen und Leistungsverbesserungen einstellen können. Sie solle sich keine Sorgen machen. Manche Kinder verbessern sich erst nach 2, 4 oder 12 Monaten.

Die Mutter verstand das, wollte aber zusätzliche Übungen mit ihrer Tochter durchführen, dass der Verbindungsaufbau schneller voran schreitet. Es war zu spüren, dass die Mutter sehr hohe Erwartungsansprüche an ihre Tochter hatte und sich dauernd Sorgen machte. Wir haben der Mutter empfohlen bewusst nichts zu machen! Sie war etwas irritiert über diese ungewohnte Empfehlung, aber wir erklärten es ihr.

Wenn sie sich ständig Sorgen macht, überträgt sich das auf ihre Tochter. Durch die unsichtbare Verbindungen zur Mutter, spürt die Tochter das insgeheim und bekommt wohlmöglich diese Bedenken und Sorgen frei Haus geliefert. Dies ist nicht zielführend und sicher nicht hilfreich für das Kind.

Wichtig ist, so erklärte wir ihr, sie solle dem Kind die volle Unterstützung geben, an es glauben, es lieben, egal wie die schulischen Leistungen im Moment sind und ihr den Freiraum geben, den es braucht. Also eine positive, liebe- und vertrauensvolle Umgebung schaffen. Alles andere wird sich einstellen.

Diese wahre Geschichte soll zeigen, dass die Verbindung zwischen Eltern und Kindern positiv wie negativ, bewusst oder unbewusst genutzt werden kann. Diese Verbindung ist wahrscheinlich wichtiger und einflussreicher, als uns das allen bewusst ist. Der Forscher Christian Opitz sagte einmal im Rahmen einer Ausbildung, dass wenn Kinder gecoacht oder vielleicht sogar therapiert werden, dass auch gleichzeitig die Eltern in den Prozess integriert werden sollten. Dies wäre wohl einer der besten und erfolgsversprechendsten Wege.

Wie hilft dir das unsichtbare Band beim Lernen?

Haben Schulkinder Nachholbedarf in gewissen Schulfächern oder können sich nicht optimal konzentrieren, solltet ihr für eure Kinder eine Trainings- und Nachhilfeform auswählen, bei der ihr als Mütter oder Väter ebenfalls direkten oder indirekten Einfluss auf die Kinder nehmen könnt. Wie gesagt, ihr könnt euren Kinder damit sehr helfen.

Jetzt kommt das Schwierige! Eine solche Trainings- und Nachhilfeform gibt es nicht bzw. wir kennen keine! Wir kennen nur eine, nämlich die, die wir selber entwickelten. Dies war auch einer der Gründe, warum wir uns diesem Thema gewidmet haben.

Bei unserem Konzentrationstraining sind alle wichtigen und kinderunterstützenden Aspekte enthalten:

  • 98% der Kinder haben Spaß bei unserem Training und nutzen es auch während den Ferien
  • Bei unserem Training wird die Konzentrationsfähigkeit spielerisch und bewegend verbessert
  • Unser Training und die Übungen sind kurzweilig und leicht umsetzbar – keine Therapie
  • Wir lösen die Ursache und bauen jede Menge Verbindungen im Gehirn auf – das ist die Basis
  • Eltern können und sollten mitmachen – genialer Nebeneffekt (Verbindung Eltern-Kind!)
  • Kinder und Eltern erzielen eine Leistungssteigerung durch entdecken, erforschen und erleben
  • Die Kinder können zu Hause in einer gewohnten Umgebung mit der Familie üben, dadurch werden sensationelle Ergebnisse erzielt

Wir haben uns in der Vergangenheit viele Trainingskonzepte, Nachhilfe-  und Therapieformen angesehen. Außerdem haben wir eigene empirische Studien durchgeführt und wir mussten leider feststellen, dass die Maßnahmen, die man den Kindern zumutet weder gehirngerecht sind, noch Spaß machen oder die Ursache lösen.

Dabei sind diese Aspekte extrem wichtig und sollten bei der Entwicklung eurer Kinder eine große Rolle spielen!

 

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Mehr Konzentration durch Dopamin – 3 Tipps

Weisst du, was dich wirklich antreibt und glücklich macht? Weisst du, warum du manchmal voll bei der Sache bist, optimistisch, voller Selbstvertrauen in gespannter Erwartung?Verantwortlich dafür ist ein Hormon: Dopamin. Genau genommen sind zwei Hormone dafür verantwortlich, Dopamin und Serotonin. Diese beiden körpereigenen Drogen sind für deine Antriebskraft verantwortlich und steuern deine Stimmung.

Warum gerade Dopamin einen enormen Einfluss auf die Lern- Aufnahme- oder Konzentrationsfähigkeit hat, wirst du in diesem Artikel erfahren.

Lernen lernen müssen wir von Natur aus nicht mehr. Diese Gabe oder Fähigkeit hat uns unsere liebe Natur in die Wiege gelegt. Wir sind von Natur aus neugierige Wesen, stets auf der Suche nach Abenteuer, neuen Wissensgebieten und Erfahrungen. Unsere Neugierde treibt uns an. Die  Dinge dann selber erlebt zu haben macht uns letztendlich glücklich. So ticken zu mindestens Kinder bis sie eingeschult werden.

Lernen kann Spaß machen, wenn es Spaß macht. Und hier liegt auch der Hase im Pfeffer begraben. Haben wir keinen Spaß an einer Sache, z.B. lernen von etwas Neuem in der Schule, dann wird kein Dopamin ausgeschüttet und wir haben keine Lust. Die Konzentrationsfähigkeit ist im Keller und das Aufnehmen von neuem Wissen wird zur Qual. Dabei liegt es selten an den Fächern die in der Schule vermittelt werden, sondern eher an der Art und Weise der Vermittlung. So kann es passieren, dass der eine oder andere Schüler am Lernen, so wie es in den meisten Schule passiert, keinen Spaß hat – leider.

 

Dopamin lässt dich lächeln

Dabei ist unser Gehirn ziemlich clever und offen zum Lernen eingestellt. Neben den neuen Verbindungen (Synapsen), die das Gehirn jeden Tag baut, wenn es am Lernen ist, befindet es sich in einem mehr oder weniger ausgewogenen Zustand. Kommt plötzlich etwas vor, dass uns Lust bereitet, wird der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet.

Dopamin wird im Mittelhirn erzeugt und ist ein Einpeitscher, Erreger und Motivator. Mit dem Ausschütten dieses Hormons, wird die Sensibilität verschärft, wir werden wacher und die Begeisterung erhöht sich. Die Lern-und Aufnahmefähigkeit nimmt zu und wir sind konzentriert bei der Sache. Ein fantastischer Zustand, den wir gerne immer haben wollen.

Wir erleben diesen Zustand beim Sex, bei sozialen Erfolgserlebnissen, erreichen eines sportlichen Zieles, übermäßiger Freude, positiven Überraschungen und eben beim freudvollem Lernen.

Dabei liegt es nicht direkt am Dopamin, warum wir uns so motiviert fühlen, sondern eher, was das Hormon in Gang setzt. Der Neurotransmitter aktiviert nämlich einen zentralen Kern in unserem Belohnungssystem (Nuceleus accumbens). Wird dieser mit Dopamin überschwemmt, werden stimulierende Substanzen ausgeschüttet (Opiate), die eine Belohnung erwarten lassen.

Neben dem Glückshormon Dopamin spielt noch ein weiteres Hormon eine wichtige Rolle: das Wohlfühlhormon Serotonin, welches ebenfalls als Belohnung für positive Erlebnisse ausgeschüttet wird. Du fühlst dich voller Energie und bist glücklich – einfach so. Serotonin ist eher für das allgemeine Wohlbefinden und die Stimmung verantwortlich, hingegen Dopamin eher für den inneren Antrieb und die Motivation.

Dopaminmangel

Ohne Dopamin wird das Leben öd und grau. Nichts macht Spaß, die Stimmung ist fast auf dem Tiefpunkt, man ist antriebslos und das gesamte Wohlbefinden verschlechtert sich. Auf Dauer ohne Dopamin führt es zu erhöhter Müdigkeit und zu Konzentrationsschwierigkeiten.

Dopaminmangel ist eben auch mit dafür verantwortlich, dass Schüler gewissen Lernstoff auf Dauer nicht behalten können. Warum auch. Es hat keinen Spaß gemacht den Lernstoff zu lernen, noch ist der Sinn und Zweck für Kinder bzw. für das Gehirn nicht klar, warum sie das lernen mussten. Wenn ihr euch selber mal zurück erinnert an folgende Schlüsselwörter: Cosinus, Tangente oder Ohmsche Gesetz. Na, kommt Freude auf? Oder doch eher fragende Blicke.

Den meisten Menschen geht es so wie den meisten Schülern: die wenigsten können sich an einen solchen Schulstoff erinnern, geschweige denn ihn erklären.

Dabei wäre es wahrscheinlich ein Leichtes, diesen Schulstoff lustig, ereignisreich und unterhaltsam aufzubereiten und zu vermitteln. Hierzu gibt es genügend Beispiele von Schulen, die das so umsetzen (z.B. School of Trust, Treibhäuser der Zukunft usw.)

 

So kommt Dopamin zurück in dein Leben

1. Setze dir Ziele
Sich kurzfristige Ziele zu setzen ist ein probates Mittel die Dopaminproduktion anzukurbeln. Klingt simpel, wirkt aber. Haben wir ein Ziel vor Augen, sind wir motiviert dieses Ziel zu erreichen. Man strengt sich eher an und bei Erreichen sind wir glücklich es geschafft zu haben. Dopamin wird ausgeschüttet. In der Schule wird das natürlich etwas spannender, da wir keinen Einfluss auf den Unterrichtsstoff und die Art der Vermittlung haben. Wobei es hervorragende Lehrer gibt, die es dennoch schaffen den Stoff unterhaltsam zu vermitteln und somit den Spaß in die Schulklasse zu bekommen – das ist echte Pädagogik!
Zu Hause kannst du z. B. die Hausaufgaben deiner Kinder anders oder kreativer gestalten. Mache ein Spiel daraus. Wichtig dabei sind die regelmäßigen Pausen während der Hausaufgabe. Somit werden die Neurotransmitter wieder aktiviert und das Gehirn ist wieder aufnahmefähiger, konzentrierter und kann Lernstoff besser und schneller behalten.
Hierzu lese bitte die Blogbeiträge Stressfrei die Hausaufgabe machen und Konzentration steigern – so gelingt’s

2. Werde wieder zum Kind
Wir erinnern uns an unsere Kinder, mit welcher Hingabe diese über Stunden in ihre eigene Spielwelt versunken und ganz bei sich selbst waren. Fantastisch! Diesen Zustand nennt man Flow. Genau genommen hat der Autor Mihaly Csikszentmihalyi diesen Begriff definiert. Er beschreibt jener Zustand, der uns diesen glücklich, zufrieden und ausgeglichen erleben lässt. Die Zeit vergeht im Fluge und wir sind einfach nur glücklich – dank Dopamin und Serotonin!
Auch haben wir bei unseren Kindern erlebt, dass diese sich über ein Blatt, was vielleicht gerade vom Baum gefallen ist, dermaßen freuen und dieses nur beobachten. Oder sie schauen einem Vogel nach, der gerade seine Runden am Himmel zieht. Oder sie verfolgen während es regnet einen Regentropfen, der an der Fensterscheibe runterrollt.
Wann hast du das letzte Mal einen Regentropfen beobachtet, wie er die Scheibe runterrollt? Wann hast du das letzte Mal einen Baum beobachtet und sich daran erfreut, wie er sich im Wind bewegt, als würde er tanzen?
Lebe diese einfachen und doch so sinnvollen Aktivitäten deinen Kindern vor! Findet eure Leidenschaft und Begeisterung für die einfachen Dinge wieder. Die Welt ist fantastisch und bietet uns eine Vielfalt an Möglichkeiten – wir müssen es nur zulassen und wieder erkennen. Das macht Spaß und Dopamin und Serotonin wird dein ständiger Begleiter werden.

3. Vermeide langweilige Nachhilfe
Solltest du mit deinem Kind die Herausforderung haben, dass es sich z.B. in der Schule oder bei der Hausaufgabe nicht konzentrieren kann oder dein Kind hat andere schulische Herausforderungen, wie z.B. Mathe- oder Rechtschreibprobleme, dann solltest du deinem Kind auf jeden Fall ein unterhaltsames und kurzweiliges Lernprogramm bieten, welches Spaß (Ausschüttung von Dopamin) macht, alle Gehirnareale optimal vernetzt und die Hauptursache löst, nämlich die Konzentration verbessert.
In einer Umfrage bei Eltern mit schulpflichtigen Kindern (die Nachhilfe benötigen), bei der die Frage gestellt wurde, ob ihre Kinder gerne in die Nachhilfe gehen, war das Ergebnis eher nüchtern aber auch zu erwarten: 98% der Kinder hatten keine Lust auf Nachhilfe. Woran liegt das?
Nachhilfe ist wie lernen nach der Schule, wo Kinder eigentlich frei haben sollten. Die meisten Nachhilfeinstitute gehen sehr klassisch vor und pauken die Fächer, in denen die Kinder Probleme haben. Spaß macht das in den seltensten Fällen und die Konzentrationsfähigkeit ist damit immer noch nicht verbessert. Dabei ist die Konzentration die Basis fürs Lernen und Behalten. Verbessert man die Konzentrationsfähigkeit des Kindes, lösen sich die schulischen Problem zu 60% auf.
Außerdem leidet das Selbstbewusstsein des Kindes, wenn es zur Nachhilfe muss, da es insgeheim spürt, dass etwas mit ihm nicht stimmt.

Deshalb: Als erstes die Konzentration deines Kindes mit Spaß verbessern, dann die schulischen Herausforderungen lösen – ebenfalls mit Spaß – und Dopamin wird den Körper überfluten.

Wer hierzu individuelle Fragen hat, bitte uns einfach kontaktieren mit dem Betreff Dopamin an: info@body-brain-activity.com

 

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Lerngeschwindigkeit erhöhen mit dem offenen und weiten Blick

Dass das Auge eines unserer wichtigsten Sinnesorgane ist, steht außer Frage. Wir wissen, dass wir über die Augen ca. 85% an Wissen und Informationen aufnehmen, und es liegt also nahe, dass wir dieses Sinnesorgan optimal trainieren und pflegen.

Allerdings, was wir mit dem offen oder weiter Blick meinen, ist wahrscheinlich nicht jedem gleich verständlich und nachvollziehbar. Jedoch, wenn wir vom peripheren Sehen sprechen, dann hören wir oft ein erleichterndes “ja genau”.

Und in der Tat kann man den weiten und offenen Blick mit dem peripheren Sehen vergleichen. Denn das periphere Sehen ist eine Form visueller Wahrnehmung, bei der nicht nur eine Stelle, ein Objekt oder ein Punkt fixiert wird, sondern auch das Areal drumherum. Man blickt zwar auf ein Objekt, sieht und nimmt jedoch die Bilder und Geschehnisse drumherum wahr.

Diese verborgene und brachliegende Fähigkeit regelmäßig trainiert, schafft nahezu Wunder und hilft jedem Schulkind, dass es sich besser konzentrieren kann und seine Lerngeschwindigkeit erhöht.

Was verbirgt sich hinter dem weiten und offenen Blick genau?

Hierzu möchten wir einen kleinen Abstecher in den asiatischen Raum machen. Denn gerade in den östlichen Kulturen, wo fast alle Kampfkünste geboren und entwickelt wurden, wird oft von einem weichen Fokus berichtet, der mit dem peripheren Sehen oder einem weiten und offenen Blick gleichzusetzen ist.

Es wird sogar den Meistern der Kampfkünste nachgesagt, dass sie genau wissen, was hinter ihnen vorgeht. Japanische Bogenschützen trainieren diese Art der Wahrnehmung ebenso, auch Schamanen beherrschen diese Technik.

Bei dem weiten und offenen Blick oder dem peripheren Sehen geht also darum, die Dinge um das anvisierte Objekt drumherum mehr oder überhaupt wahrzunehmen. Man schaut auf ein Objekt oder Subjekt, und kann links und rechts, oben und unten alles wahrnehmen – eine Fähigkeit, die wir von Natur aus alle besitzen! Vor allem bei Kleinkindern kann man das noch sehr gut beobachten.

Folgendes Beispiel:
Man hat Freunde mit Kleinkindern eingeladen, die dann mit den eigenen Kleinkindern spielen können. Um der Sorgfaltspflicht gerecht zu werden, spielen die Kinder in der einen Ecke des Zimmers, während die Eltern im selben Raum auf der anderen Seite in ihre Erwachsenengespräche vertieft sind, wohl immer mit einem Auge bei den Kindern. Die Kinder sind in ihr Spiel versunken, bekommen sonst nichts mit, können aber das Gespräch der Erwachsenen hören.

Der Tag neigt sich dem Ende zu, und die Freunde verabschieden sich. Jetzt kann Folgendes passieren: Die eigenen Kinder fragen zu den einen oder anderen Gesprächspassagen aus dem Erwachsenengespräch etwas, was sie irgendwie aufgeschnappt haben und nicht hätten aufschnappen sollen. Kennt ihr so etwas? Habt ihr so etwas schon mal erlebt? Wie können Kinder, vertieft in ihr Spiel, Gesprächspassagen von Erwachsenen aufgreifen, obwohl sie nicht aktiv zuhören?

Kinder haben von Natur aus eine 360 Grad-Aufnahmefähigkeit! Sie können Dinge sehen, hören oder aufnehmen, auf die sie nicht unbedingt fokussiert oder mit denen sie nicht direkt verbunden sind. Diese Fähigkeit hatte jeder von uns.

Man hat in einer Studie herausgefunden, dass Kinder zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr eine 25mal schnellere Aufnahmefähigkeit haben als die besten Elitestudenten der Welt. Ebenso ist die Merkfähigkeit um ein vielfaches besser, sowie die Lerngeschwindigkeit deutlich höher, als in den späteren Jahren. Dies bestätigen auch die Daten aus der Sprachentwicklung bei Kindern bis zur Einschulung.

In der Zeit vom 1. Lebensjahr bis zur Einschulung lernen Kinder in atemberaubender Geschwindigkeit die Muttersprache. Zu Beginn der Schulzeit beherrschen Kinder im Durchschnitt 2.500 Wörter. Der kindliche Spracherwerbprozess gilt dann als weitgehend abgeschlossen.

 

Der Tunnelblick – der Gegenspieler des weiten und offenen Blicks

Der Tunnelblick ist wohl der Blick, den wir am leichtesten nachvollziehen können und der landläufigen Meinung entsprechend eher als fokussierten Blick beschreiben würden. Die meisten Menschen laufen den lieben langen Tag mit diesem Tunnelblick umher. Soweit ist das nichts Schlimmes, sofern wir noch in der Steinzeit leben würden.

Wie der Begriff schon andeutet, befinden wir uns in einem Tunnel und sehen nur eine Sache – ein Objekt oder Subjekt, auf das wir uns konzentrieren. Wir glauben, dass wir uns richtig konzentrieren, aber das Gegenteil ist der Fall: Die Konzentrationsfähigkeit sowie die Lerngeschwindigkeit nehmen ab und die Aufnahmefähigkeit wird beeinträchtigt.

Der Tunnelblick hat nur einen einzigen Vorteil, nämlich wenn es ums Überleben geht.

Machen wir einen Sprung in die Steinzeit:
Wir sitzen alle gemütlich und entspannt beim abendlichen Lagerfeuer als unerwartet ein Säbelzahntiger über die Hecke springt und Lust auf Menschenfleisch hat. Jetzt heisst es rennen um sein Leben! Jetzt brauchen wir den Tunnelblick, denn jetzt geht es ums nackte Überleben und wir wollen am Leben bleiben. Jetzt interessiert uns nicht, dass das Fleisch noch auf dem Feuer liegt oder das Steinbett noch nicht zum Schlafen vorbereitet wurde. Das Gehirn schaltet automatisch auf Tunnelblick und auf den Überlebensmodus.

Für das Gehirn bedeutet das Alarmstufe ROT, nur eine Sache im Blick: Flucht und Überleben. In dieser hochangespannten Stresssituation werden alle Kräfte mobilisiert und das Immunsystem fährt gegen Null. Haben wir überlebt, erholen wir uns von dem Schreck. Ist der Säbelzahntiger schneller gewesen, dann ist eh alles egal.

Was hat der Tunnelblick mit Heute zu tun?

Nun, in der Schule wird leider dieser Tunnelblick unbewusst trainiert. Kinder lernen lesen in dem sie Wort-für-Wort lesen, sogar mit Hilfe des Zeigefingers, um den Blick auf nur eine Stelle zu richten. Das Gehirn befindet sich aber dann immer im Tunnelmodus. Und der Tunnelmodus bedeutet Stress – wie wir zuvor erfahren haben.

Und Stress ist der Gegenspieler von freudvollem Lernen, blockiert die Lerngeschwindigkeit und Aufnahmefähigkeit beim Lernen.

Der Tunnelblick aktiviert das Stammhirn, und dies ist nicht wirklich hilfreich beim Lesen oder Lernen. Auf Dauer ist das sehr anstrengend und verlangsamt unsere Lesegeschwindigkeit deutlich und unsere Konzentrationsfähigkeit bleibt auf der Strecke. Auch verursacht der Tunnelblick fast permanent einen Stresszustand für das Gehirn, welches dadurch nicht optimal arbeiten kann.

Übrigens
Man kann den weiten und offenen Blick trainieren und wieder zum vollen Einsatz bringen. Hierzu bieten wir ein Seminar an (Titel: Geniale Lese- und Lerntechnik), wie man bis zu 25mal schneller lesen und lernen kann, die Konzentration dauerhaft steigert bei besserem Verständnis und mehr Spaß!

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Was kannst du jetzt gleich tun?

Entspannung für das Gehirn kannst du oder dein Kind erzeugen, indem du vor dem Lesen oder vor dem Hausaufgabe machen kurz inne hältst, den Blick auf das offene Buch richtest, jedoch nicht auf ein Wort fokussiert, sondern auch das Drumherum erfasst.

Du siehst, ohne den Blick von dem Buch zu nehmen, links und rechts die Möbel in dem Raum, die Wand usw. Du kannst, obwohl du den Blick auf das Buch gerichtet hast, den Raum erfassen (räumlich weite Wahrnehmung).

Dadurch entspannen sich das Gehirn und die Augen – deine räumliche Wahrnehmung wird trainiert. Nach dem Lesen oder der Hausaufgabe machst du oder dein Kind die gleiche Entspannungsübung für ca. 60 Sekunden – weicher und offener Blick.

Auf Dauer wir sich dann dein Aufnahme- und Merkfähigkeit, sowie deine Konzentration verbessern.

Auch in allen Alltagssituationen kannst und solltest du den weichen offenen Blick immer wieder einbauen: beim Spazierengehen, beim Autofahren, in Gesprächen usw.

Die Fähigkeit der räumlichen Wahrnehmung muss dauerhaft trainiert werden. Menschen mit teilweise fast täglichen Beschwerden, wie z.B. brennende Augen, Leseprobleme, Konzentrationsprobleme, Lernschwierigkeiten, schnelle Ermüdung können mit entsprechendem visuellen Training diese Beschwerden deutlich reduzieren, was einige Studien bestätigen (z.B. Simons/Grisham, 1987). Auch eine enorme Stärkung des Immunsystems erfolgt durch den weichen Blick.

 

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Stressfrei die Hausaufgabe machen – 3 sofort umsetzbare Tipps!

Wem von euch geht es wie uns? Jeden Tag aufs Neue kommen unsere süßen Kinder von der Schule nach Hause. Wir freuen uns schon auf unsere Liebsten, jedoch ganz tief in unserem Hinterstübchen wissen wir genau, was uns in den nächsten zwei Stunden bevorsteht: die Hausaufgabe – der tägliche Krieg mit unseren Liebsten.

Alles beginnt mit einem von uns liebevoll angerichteten Mittagessen, bei dem uns unsere Töchter in rasender Geschwindigkeit den gesamten Tagesablauf erzählen und uns unsere Söhne mit den Worten: „Eh super, lustig wars, kann mich nicht mehr so genau erinnern“ ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Nach dem Essen folgt der magische Satz, der quasi zur Schlacht aufruft: „So, werden wir gleich die Hausaufgabe machen?“

Jetzt kann das „Kriegsspiel“ beginnen. Wir versuchen nun, unseren Kindern alle Vorteile aufzuzählen, die sie haben, wenn sie gleich die Hausaufgaben erledigen. Unsere Kinder versuchen hingegen uns eindrucksvoll zu erklären, dass jetzt absolut nicht der richtige Zeitpunkt zum Hausaufgabenmachen ist. Das ist der Zeitpunkt, an dem die Stimmung in unserem Haus kippt und wir Eltern ein sehr starkes nervliches Training absolvieren. Was jedoch spricht eigentlich für und gegen die Hausaufgabe?

Pro Hausaufgabe

Viele Schulpädagogen meinen, dass Hausaufgaben wichtig sind, um Kinder auf ein geregeltes, selbstständiges und strukturiertes Arbeiten heranzuführen, damit sie auch im weiteren Leben konsequent ihre Pflichten verfolgen. Zusätzlich würde dadurch der Lehrer eine wichtige Rückmeldung erhalten, wie gut der Stoff bei den Kindern angekommen ist.

Contra Hausaufgabe

Gegner sind davon überzeugt, dass Hausaufgaben vor allem für Stress und Streit in der Familie sorgen und dass es keinen Nachweis für positive Effekte gibt.

Wer recht hat, kann nicht genau beantwortet werden, jedoch laden wir die Schulpädagogen sehr gerne mal zu dem täglichen Kriegsspielszenarium nach Hause ein, damit sie uns erklären können, wie sinnvoll ihnen dieser tägliche Streit erscheint.

Trotzdem gibt es die tägliche Hausaufgabe an unseren Schulen noch immer, deshalb haben wir uns 3 Tipps für euch überlegt, um das Spiel der täglichen Hausaufgabe für euch zu entscheiden.

 

1. Tipp 

Das Expertenrollenspiel
Erklärt eurem Kind, dass es der absolute Experte auf dem Gebiet ist. Macht daraus ein tägliches Spiel, indem das Kind sich sehr stark in die Rolle des Experten einfühlt. Euer Kind soll sich vorstellen, dass es den Lernstoff perfekt beherrscht und diesen sogar unterrichten kann. Sollte euer Kind schon alt genug sein, dann lasst es die Hausaufgabe alleine erledigen, um danach euch zu unterrichten. Ihr seid somit die Schüler und euer Kind unterrichtet euch. Somit hat euer Kind ein kurzfristiges Ziel, wodurch Dopamin ausgeschüttet wird, was euer Kind bei der Hausaufgabe positiv unterstützt.

Ist euer Kind noch etwas jünger, dann unterstützt es bei der Hausaufgabe und macht aus dem Expertenrollenspiel wirklich ein Spiel – seit kreativ.

2. Tipp

Schlucke die dickste Kröte zuerst
Diesen Tipp haben wir aus dem Buch „Eat the Frog“ von Brain Tracy. Er beschreibt darin sehr gut, dass die größten und unangenehmsten Aufgaben immer zuerst erledigt werden sollten. Denn wenn die größte und hässlichste Kröte mal weg ist, dann wird alles weitere zum Kinderspiel. Das Motto „Schlucke die dickste Kröte zuerst“ in Verbindung mit Tipp 1 „Das Expertenrollenspiel“ bewirkten Wunder, da die unangenehmste Aufgabe als Experte wahrgenommen wird.

 

3. Tipp

Regelmäßige Bewegungspausen
Schulkinder brauchen immer wieder eine Pause. Warum? Sogenannte Neurotransmitter sind für die Signalverarbeitung im Gehirn verantwortlich und für unsere Konzentration enorm wichtig. Nach 20 bis 25 Minuten bei der Hausaufgabe oder beim Lernen sinken die Neurotransmitter gegen null. Die Kinder spüren dann instinktiv, dass sie sich nicht mehr konzentrieren können. Sie werden unruhig, zappelig und können kaum mehr ruhig sitzen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass nur 30 bis 60 Sekunden Bewegung helfen, um Neurotransmitter wieder aktiv werden zu lassen. Es genügt, wenn Kinder kurz Arme und Hände durchschüttelt oder sich am Körper und Kopf abklopfen. Danach können sie sich wieder super konzentrieren und wir Eltern ersparen uns die täglichen Diskussionen mit den typischen Phrasen „Ich mag nicht mehr. Kann ich später weitermachen? Das schaff ich doch nie.“ Ihr kennt das doch alle oder?
Also stellt euch den Wecker und macht alle 20 bis 25 Minuten eine kurze Bewegungspause.

Fazit:
Mit diesen 3 einfachen Tipps könnt auch ihr die nächste Schlacht für euch entscheiden. Glaubt uns: Diese einfachen Tipps regelmäßig umgesetzt und ihr werdet wieder aufatmen können, wenn es um die Hausaufgaben geht.

Viel Spaß

Das BBA-Team

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Konzentration steigern – so gelingts

Konzentration: eine wichtige Fähigkeit

Der Begriff „Konzentration“ bezieht sich häufig auf schulische Anforderungen. „Konzentrier dich!“ ist eine Aufforderung, die wohl alle Kinder schon mehr als ein Mal gehört haben. Doch was steckt hinter dem Begriff? Wie erreichen wir eine „höhere Konzentration“, um einzelne Aspekte im Leben intensiver wahrnehmen und in der Konsequenz zu besseren Ergebnissen kommen zu können?

Was meint Konzentration?

Konzentration bedeutet, sich ganz und gar auf einen Gegenstand einzulassen. Man ist mit seinem Verstand und seinen Sinnen vollkommen auf eine Sache fokussiert. Sei es, dass ein Kind in der Schule den Ausführungen der Lehrer folgt oder eine Teamarbeit zielorientiert erledigt. Konzentration zeigt sich auch bei den Hausaufgaben. Das Wort stammt aus dem Lateinischen. „Concentrare“ beinhaltet die Vorsilbe „con“ = „mit“ und „centro“ = Mittelpunkt. Ein konzentrierter Mensch ist folglich ein Mensch, der sich gesammelt und bewusst einer Aufgabe widmet. Ob sich Konzentration beim Spielen, Lernen, Lesen, Sport oder Computerspielen zeigt, ist zunächst sekundär. In der Psychologie spricht man von „Flow“, wenn Kinder und Erwachsene ganz in ihr Tun versunken sind. Nichts lenkt einen mehr ab, die Welt bleibt außen vor. Im Flow ist der Mensch im Lot und verliert sein Zeitempfinden. Inhaltlich haben wir es bei Konzentration, sei es bei Spielen oder Lernen, folglich mit einem positiv belegten Begriff zu tun. Häufig wird Konzentration jedoch negativ benutzt: Ein Kind kann sich nicht konzentrieren, die Konzentration lässt vor der Zeit nach, die Konzentration ist niedrig oder gar nicht vorhanden. Solche und ähnliche Urteile über Konzentration kennen viele Schüler und damit viele Eltern. Lehrer bemängeln in der Schule oft, dass es Kindern an Konzentration beim Lernen fehle, Eltern sind ratlos. Alle sind verunsichert. Was ist falsch gelaufen? Versagen Eltern, Lehrer, die Schule? Konzentration und Leistung scheinen zusammenzugehören – und doch so schwer erreichbar zu sein. Die gute Botschaft ist: Konzentration und Lernen lassen sich üben. Sie sind weder magisches Können noch unerreichbare Eigenschaften Hochbegabter.

Potenziale erkennen

Es gibt viele Möglichkeiten, um die Konzentration von Kindern zu erhöhen. Eltern sollten dabei jedoch eine Sache nicht vergessen: Sie selbst sind es, die ihren Kindern ein Vorbild geben. Wenn ich mein Kind zu Konzentration anhalte, selbst aber geistig abwesend bin, weil ich dauernd über meinem Smartphone hänge, gehetzt und nicht fokussiert bin, gebe ich kein überzeugendes Beispiel. Es reicht nicht, Kinder mit Worten zu traktieren oder gar Vorträge zu halten. Ohnehin erkennen schon ganz kleine Kinder an Mimik und Verhalten ihrer Eltern, wie diese sich fühlen und ob ihr Verhalten mit ihren Worten kongruent ist. Deswegen ist das gelebte Vorbild eine Voraussetzung dafür, Konzentration zu lernen.

Tipps für eine bessere Konzentration

Fallstrick Digitalisierung und Werbung

Die rasante Digitalisierung der vergangenen Jahrzehnte und die damit einhergehende Reizüberflutung ist eine Herausforderung, die es in jeder einzelnen Familie zu meistern gilt. Weltweite Untersuchungen zeigen, dass die stete Präsenz von Smartphone und Tablet nicht nur zu Zerstreuung und unruhigem Verhalten bei Schulkindern führen. Wie der Psychotherapeut Manfred Spitzer betont, führen unmäßiger Gebrauch von Computerspielen und Smartphone langfristig zu ernsthaften Schäden wie Dickleibigkeit, Herzbeschwerden, Bluthochdruck und Vereinsamung. Wenn wir also über Konzentration nachdenken, geht es nicht nur um kurzfristige Schulerfolge unserer Kinder, sondern um langfristig verantwortliches Handeln der Eltern.

Reizüberflutung, wie sie auch durch Werbung geschieht, ist von Eltern nur bedingt zu kontrollieren. Werbeplakate, Werbesprüche und vor allem bewegte Bilder fräsen sich unerbittlich durch stete Wiederholung ins menschliche Bewusstsein ein. Ein bewusster Umgang damit kann ebenso wie ein bewusster Umgang mit digitalen Medien, Laptop und Smartphone jedoch zu reflektiertem Verhalten von Kindern und Jugendlichen führen! Umgekehrt gilt: Je unbewusster damit umgegangen wird, desto gefährlicher. Was können Eltern tun? Angenommen, Sie sind mit Ihren Kindern in einer beliebigen Großstadt in der U-Bahn unterwegs und werden im Abstand von wenigen Metern oder an Litfaßsäulen mit Videos, bewegter Reklame oder aufdringlicher Werbung konfrontiert. Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber! Vermitteln Sie Kindern, dass man nicht alles anschauen und damit in sich aufnehmen muss. Unterstützen Sie Ihre Kinder dabei, sich innerlich von dieser Form der konstanten Berieselung abzugrenzen.

Benutzen Sie innerhalb der Familie digitale Medien kontrolliert. Hängen Sie selbst nicht ständig über ihrem Smartphone, um E-Mails zu checken oder irgendwelche Informationen aus dem Netz zu holen. Setzen Sie auf lebendige Kommunikation, die einfühlsames Zuhören als Grundlage hat. Wenden Sie sich ganz Ihrem Kind zu. Konzentration entsteht aus Stille. Innere Stille kann aber nur erlebt werden, wenn der steten Reizüberflutung mit Ruhe begegnet wird.

Sinnvoller Einsatz von Laptop und Smartphone ist zu begrüßen. Aber überlegen Sie genau, wann Ihr Kind ein eigenes Handy braucht und ob der PC im Kinderzimmer wirklich schon sein muss. Die Gefahr, dass sich Kinder unkontrolliert im Netz verlieren und stundenlang surfen, ist hoch. Schon heute beschäftigen sich viele Kinder und Jugendliche überwiegend mit dem Internet, statt selbst kreativ zu werden, sich an frischer Luft zu bewegen oder in Ruhe ein Buch zu lesen.

Ergebnisse aus der Hirnforschung

Schulkinder brauchen immer wieder eine Pause. Warum? Sogenannte Neurotransmitter sind für die Signalverarbeitung im Gehirn verantwortlich und für unsere Konzentration unabdingbar. Nach 20 bis 25 Minuten konzentrierten Nachdenkens oder Arbeitens sinken die Neurotransmitter gegen Null. Grundschulkinder spüren instinktiv nach dieser Zeit, dass sie sich nicht mehr konzentrieren können. Sie werden unruhig und zappelig, sie können kaum mehr ruhig sitzen. Wissenschaftlich erwiesen ist: Nur 30 bis 60 Sekunden Bewegung helfen, um Neurotransmitter wieder aktiv werden zu lassen. Nicht immer kann ein Schulkind eine große Pause mit Fußballspielen oder Spielen einlegen. Das macht nichts! Es genügt, wenn Ihr Kind kurz Arme und Hände durchschüttelt oder sich an Körper und Kopf abklopft. Deutschland und Österreich hätten konzentriertere, ruhigere und positiv motiviertere Klassen, wenn diese einfache, aber fundamentale Erkenntnis im Unterricht umgesetzt würde. Doch nicht nur in der Schule, auch in der Mittagsbetreuung oder beim Lernen zu Hause sollte man diese wirksame Methode anwenden.

Wie diese einfache Methode/Übung in der Praxis aussieht, kannst du in diesem Video:

Hier auf diesen Link klicken und Video ansehen

In Kärnten wird diese Methode allerdings schon sehr erfolgreich in zahlreichen Schulen umgesetzt.

Die Natur entdecken

Es mag auf den ersten Blick seltsam erscheinen, aber gerade die Natur bietet eine unendliche Ressource, um einerseits zu entspannen und andererseits Kraft zu tanken und damit die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen. Gehen Sie schon mit kleinen Kindern viel an die frische Luft! Sitzen Sie nicht nur auf dem Spielplatz, sondern bewegen Sie sich mit Ihren Kindern durch den Wald, über eine blühende Blumenwiese oder nehmen Sie zusammen ein Picknick am Fluss ein. Frische Luft bekommt allen Kindern. Auch die Eindrücke, die man aus der realen Welt mitnimmt, sind von unschätzbarem Vorteil für die Entwicklung von Konzentration: Im Frühling erleben Kinder das Aufblühen der Natur, die frischen Farben, im Sommer das satte Grün, im Herbst die Farbenpracht, im Winter die klare, kühle Luft. Alle Sinne werden angeregt, das Gehirn durchgelüftet, der Körper trainiert. Natürlich hat man nicht immer Zeit für große Ausflüge! Wenn Sie einen Garten haben oder in einer ruhigen Wohnstraße leben, genügt es, Kinder zum Spielen nach draußen zu schicken. Vielleicht eignet sich in der Großstadt auch eine nette Grünfläche oder ein weitläufiger Park, um ein Gefühl für die Natur zu bekommen. Für jedes Wetter gibt es passende Kleidung, sodass auch Regen, Matsch und Schnee kein Hinderungsgrund sind. Im Gegenteil! Bewegung an frischer Luft klärt die Sinne. Pausen bei den Hausaufgaben, Auszeiten – auch am Wochenende – führen zu erhöhter Konzentration, wenn Ihr Kind wieder am Schreibtisch sitzt. Energie tanken heißt auch, den eigenen Körper wahrzunehmen. Vergessen wir nicht: Der Mensch war Jahrtausende lang darauf angelegt, sich an frischer Luft zu bewegen. Stundenlanges Sitzen und konzentriertes Nachdenken sind neuere Herausforderungen in der Menschheitsgeschichte. Ihnen kann bewusst begegnet werden!

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