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Das unsichtbare Band zwischen Eltern und Kinder aktiv nutzen

Wir haben das Jahr 1958. Der US-Amerikanische Psychologe, Verhaltensforscher und einer der bedeutendsten Primatenforscher Harry Halow führt, ein Experiment an Rhesusaffen durch. Dass auch Tiere ein Bindungsbedürfnis haben und ihnen Nahrung allein nicht reicht, will Harry Harlow in seinem berühmten Affenexperiment an der University of Wisconsin unter Beweis stellen. Er trennte junge Rhesusaffen von ihren Müttern und bastelte ihnen stattdessen zwei künstliche Ersatzmütter aus Draht mit Holzkopf. Die eine gab Milch, die andere war weich mit Plüsch gepolstert. Harlow wollte wissen, welche Attrappe die Äffchen bevorzugen würden. Das Ergebnis war eindeutig: Alle Affen gingen nur zum Trinken zur „kalten“ Drahtmutter, anschließend kauerten sie jedoch bis zur Erschöpfung bei der Stoffmutter. Das Bedürfnis nach Wärme und Geborgenheit war offenbar stärker als der Hunger.

Was hat dieses Experiment mit der Verbindung zwischen Eltern und Kindern zu tun?

In der Tat, benötigen wir keine Experimente mit Affen um zu wissen, dass auch Eltern eine enge und innige Verbindung zu ihren eigenen Kindern haben.

Es zeigt uns und macht uns bewusster, dass so etwas wie ein unsichtbares Band zwischen Eltern und vor allem zwischen Müttern und ihren eigenen Kindern gibt. Das man dieses Band aktiv nutzen und somit indirekten Einfluss auf unsere Kinder nehmen können, wirst du in diesem Artikel erfahren.

Mütter und Töchter haben die stärkste Bindung

Forscher haben herausgefunden, dass die Beziehung zwischen Mütter und Töchter die stärkste aller Eltern-Kinder-Bindung ist. Das Forscherteam um die Psychiatrie Professorin und Neurowissenschaftlerin Fumiko Hoeft von der University of California stellten fest, dass die Ursache dafür emotionale Prozesse im Gehirn sind, die bei Müttern und Töchtern ähnlich ablaufen. Mit der Magnetresonanztomographie (MRT) konnten die Forscher abbilden, dass die Hirnareale bei Müttern und Töchtern viel ähnlicher waren, als in allen anderen Elternteil-Kind-Kombinationen.

Generell kann also gesagt werden, dass dieses unsichtbare Band zwischen Eltern und vor allem zwischen Müttern und Kindern eine starke Bindung ist, die in den allermeisten Fällen ein Leben lang hält. Das Band, dass faktisch bereits im Mutterleib durch die Nabelschnur existiert, knüpft sich weiter und fester auch nach der Geburt.

So hilft diese Verbindung beim Lernen

Eine motivierte Mutter nutzte seit 4 Wochen das Konzentrationstraining, damit ihre Tochter (10 Jahre) spielerisch neue Verbindungen (Synapsen) in allen Gehirnarealen aufbaut, um dadurch schulische Probleme zu lösen und konzentrierter zu werden.

Sie kontaktierte uns und erzählte, dass sie sich große Sorgen wegen ihrer Tochter macht. Sie tut sich in der Schule schwer, liest sehr langsam und ist unkonzentriert bei der Hausaufgabe.

Wir erklärten ihr, dass sie erst seit 4 Wochen das Training nutzt und sie solle ihrer Tochter Zeit geben, damit sich neue Verbindungen im Gehirn aufbauen und Leistungsverbesserungen einstellen können. Sie solle sich keine Sorgen machen. Manche Kinder verbessern sich erst nach 2, 4 oder 12 Monaten.

Die Mutter verstand das, wollte aber zusätzliche Übungen mit ihrer Tochter durchführen, dass der Verbindungsaufbau schneller voran schreitet. Es war zu spüren, dass die Mutter sehr hohe Erwartungsansprüche an ihre Tochter hatte und sich dauernd Sorgen machte. Wir haben der Mutter empfohlen bewusst nichts zu machen! Sie war etwas irritiert über diese ungewohnte Empfehlung, aber wir erklärten es ihr.

Wenn sie sich ständig Sorgen macht, überträgt sich das auf ihre Tochter. Durch die unsichtbare Verbindungen zur Mutter, spürt die Tochter das insgeheim und bekommt wohlmöglich diese Bedenken und Sorgen frei Haus geliefert. Dies ist nicht zielführend und sicher nicht hilfreich für das Kind.

Wichtig ist, so erklärte wir ihr, sie solle dem Kind die volle Unterstützung geben, an es glauben, es lieben, egal wie die schulischen Leistungen im Moment sind und ihr den Freiraum geben, den es braucht. Also eine positive, liebe- und vertrauensvolle Umgebung schaffen. Alles andere wird sich einstellen.

Diese wahre Geschichte soll zeigen, dass die Verbindung zwischen Eltern und Kindern positiv wie negativ, bewusst oder unbewusst genutzt werden kann. Diese Verbindung ist wahrscheinlich wichtiger und einflussreicher, als uns das allen bewusst ist. Der Forscher Christian Opitz sagte einmal im Rahmen einer Ausbildung, dass wenn Kinder gecoacht oder vielleicht sogar therapiert werden, dass auch gleichzeitig die Eltern in den Prozess integriert werden sollten. Dies wäre wohl einer der besten und erfolgsversprechendsten Wege.

Wie hilft dir das unsichtbare Band beim Lernen?

Haben Schulkinder Nachholbedarf in gewissen Schulfächern oder können sich nicht optimal konzentrieren, solltet ihr für eure Kinder eine Trainings- und Nachhilfeform auswählen, bei der ihr als Mütter oder Väter ebenfalls direkten oder indirekten Einfluss auf die Kinder nehmen könnt. Wie gesagt, ihr könnt euren Kinder damit sehr helfen.

Jetzt kommt das Schwierige! Eine solche Trainings- und Nachhilfeform gibt es nicht bzw. wir kennen keine! Wir kennen nur eine, nämlich die, die wir selber entwickelten. Dies war auch einer der Gründe, warum wir uns diesem Thema gewidmet haben.

Bei unserem Konzentrationstraining sind alle wichtigen und kinderunterstützenden Aspekte enthalten:

  • 98% der Kinder haben Spaß bei unserem Training und nutzen es auch während den Ferien
  • Bei unserem Training wird die Konzentrationsfähigkeit spielerisch und bewegend verbessert
  • Unser Training und die Übungen sind kurzweilig und leicht umsetzbar – keine Therapie
  • Wir lösen die Ursache und bauen jede Menge Verbindungen im Gehirn auf – das ist die Basis
  • Eltern können und sollten mitmachen – genialer Nebeneffekt (Verbindung Eltern-Kind!)
  • Kinder und Eltern erzielen eine Leistungssteigerung durch entdecken, erforschen und erleben
  • Die Kinder können zu Hause in einer gewohnten Umgebung mit der Familie üben, dadurch werden sensationelle Ergebnisse erzielt

Wir haben uns in der Vergangenheit viele Trainingskonzepte, Nachhilfe-  und Therapieformen angesehen. Außerdem haben wir eigene empirische Studien durchgeführt und wir mussten leider feststellen, dass die Maßnahmen, die man den Kindern zumutet weder gehirngerecht sind, noch Spaß machen oder die Ursache lösen.

Dabei sind diese Aspekte extrem wichtig und sollten bei der Entwicklung eurer Kinder eine große Rolle spielen!

 

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Mehr Konzentration durch Dopamin – 3 Tipps

Weisst du, was dich wirklich antreibt und glücklich macht? Weisst du, warum du manchmal voll bei der Sache bist, optimistisch, voller Selbstvertrauen in gespannter Erwartung?Verantwortlich dafür ist ein Hormon: Dopamin. Genau genommen sind zwei Hormone dafür verantwortlich, Dopamin und Serotonin. Diese beiden körpereigenen Drogen sind für deine Antriebskraft verantwortlich und steuern deine Stimmung.

Warum gerade Dopamin einen enormen Einfluss auf die Lern- Aufnahme- oder Konzentrationsfähigkeit hat, wirst du in diesem Artikel erfahren.

Lernen lernen müssen wir von Natur aus nicht mehr. Diese Gabe oder Fähigkeit hat uns unsere liebe Natur in die Wiege gelegt. Wir sind von Natur aus neugierige Wesen, stets auf der Suche nach Abenteuer, neuen Wissensgebieten und Erfahrungen. Unsere Neugierde treibt uns an. Die  Dinge dann selber erlebt zu haben macht uns letztendlich glücklich. So ticken zu mindestens Kinder bis sie eingeschult werden.

Lernen kann Spaß machen, wenn es Spaß macht. Und hier liegt auch der Hase im Pfeffer begraben. Haben wir keinen Spaß an einer Sache, z.B. lernen von etwas Neuem in der Schule, dann wird kein Dopamin ausgeschüttet und wir haben keine Lust. Die Konzentrationsfähigkeit ist im Keller und das Aufnehmen von neuem Wissen wird zur Qual. Dabei liegt es selten an den Fächern die in der Schule vermittelt werden, sondern eher an der Art und Weise der Vermittlung. So kann es passieren, dass der eine oder andere Schüler am Lernen, so wie es in den meisten Schule passiert, keinen Spaß hat – leider.

 

Dopamin lässt dich lächeln

Dabei ist unser Gehirn ziemlich clever und offen zum Lernen eingestellt. Neben den neuen Verbindungen (Synapsen), die das Gehirn jeden Tag baut, wenn es am Lernen ist, befindet es sich in einem mehr oder weniger ausgewogenen Zustand. Kommt plötzlich etwas vor, dass uns Lust bereitet, wird der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet.

Dopamin wird im Mittelhirn erzeugt und ist ein Einpeitscher, Erreger und Motivator. Mit dem Ausschütten dieses Hormons, wird die Sensibilität verschärft, wir werden wacher und die Begeisterung erhöht sich. Die Lern-und Aufnahmefähigkeit nimmt zu und wir sind konzentriert bei der Sache. Ein fantastischer Zustand, den wir gerne immer haben wollen.

Wir erleben diesen Zustand beim Sex, bei sozialen Erfolgserlebnissen, erreichen eines sportlichen Zieles, übermäßiger Freude, positiven Überraschungen und eben beim freudvollem Lernen.

Dabei liegt es nicht direkt am Dopamin, warum wir uns so motiviert fühlen, sondern eher, was das Hormon in Gang setzt. Der Neurotransmitter aktiviert nämlich einen zentralen Kern in unserem Belohnungssystem (Nuceleus accumbens). Wird dieser mit Dopamin überschwemmt, werden stimulierende Substanzen ausgeschüttet (Opiate), die eine Belohnung erwarten lassen.

Neben dem Glückshormon Dopamin spielt noch ein weiteres Hormon eine wichtige Rolle: das Wohlfühlhormon Serotonin, welches ebenfalls als Belohnung für positive Erlebnisse ausgeschüttet wird. Du fühlst dich voller Energie und bist glücklich – einfach so. Serotonin ist eher für das allgemeine Wohlbefinden und die Stimmung verantwortlich, hingegen Dopamin eher für den inneren Antrieb und die Motivation.

Dopaminmangel

Ohne Dopamin wird das Leben öd und grau. Nichts macht Spaß, die Stimmung ist fast auf dem Tiefpunkt, man ist antriebslos und das gesamte Wohlbefinden verschlechtert sich. Auf Dauer ohne Dopamin führt es zu erhöhter Müdigkeit und zu Konzentrationsschwierigkeiten.

Dopaminmangel ist eben auch mit dafür verantwortlich, dass Schüler gewissen Lernstoff auf Dauer nicht behalten können. Warum auch. Es hat keinen Spaß gemacht den Lernstoff zu lernen, noch ist der Sinn und Zweck für Kinder bzw. für das Gehirn nicht klar, warum sie das lernen mussten. Wenn ihr euch selber mal zurück erinnert an folgende Schlüsselwörter: Cosinus, Tangente oder Ohmsche Gesetz. Na, kommt Freude auf? Oder doch eher fragende Blicke.

Den meisten Menschen geht es so wie den meisten Schülern: die wenigsten können sich an einen solchen Schulstoff erinnern, geschweige denn ihn erklären.

Dabei wäre es wahrscheinlich ein Leichtes, diesen Schulstoff lustig, ereignisreich und unterhaltsam aufzubereiten und zu vermitteln. Hierzu gibt es genügend Beispiele von Schulen, die das so umsetzen (z.B. School of Trust, Treibhäuser der Zukunft usw.)

 

So kommt Dopamin zurück in dein Leben

1. Setze dir Ziele
Sich kurzfristige Ziele zu setzen ist ein probates Mittel die Dopaminproduktion anzukurbeln. Klingt simpel, wirkt aber. Haben wir ein Ziel vor Augen, sind wir motiviert dieses Ziel zu erreichen. Man strengt sich eher an und bei Erreichen sind wir glücklich es geschafft zu haben. Dopamin wird ausgeschüttet. In der Schule wird das natürlich etwas spannender, da wir keinen Einfluss auf den Unterrichtsstoff und die Art der Vermittlung haben. Wobei es hervorragende Lehrer gibt, die es dennoch schaffen den Stoff unterhaltsam zu vermitteln und somit den Spaß in die Schulklasse zu bekommen – das ist echte Pädagogik!
Zu Hause kannst du z. B. die Hausaufgaben deiner Kinder anders oder kreativer gestalten. Mache ein Spiel daraus. Wichtig dabei sind die regelmäßigen Pausen während der Hausaufgabe. Somit werden die Neurotransmitter wieder aktiviert und das Gehirn ist wieder aufnahmefähiger, konzentrierter und kann Lernstoff besser und schneller behalten.
Hierzu lese bitte die Blogbeiträge Stressfrei die Hausaufgabe machen und Konzentration steigern – so gelingt’s

2. Werde wieder zum Kind
Wir erinnern uns an unsere Kinder, mit welcher Hingabe diese über Stunden in ihre eigene Spielwelt versunken und ganz bei sich selbst waren. Fantastisch! Diesen Zustand nennt man Flow. Genau genommen hat der Autor Mihaly Csikszentmihalyi diesen Begriff definiert. Er beschreibt jener Zustand, der uns diesen glücklich, zufrieden und ausgeglichen erleben lässt. Die Zeit vergeht im Fluge und wir sind einfach nur glücklich – dank Dopamin und Serotonin!
Auch haben wir bei unseren Kindern erlebt, dass diese sich über ein Blatt, was vielleicht gerade vom Baum gefallen ist, dermaßen freuen und dieses nur beobachten. Oder sie schauen einem Vogel nach, der gerade seine Runden am Himmel zieht. Oder sie verfolgen während es regnet einen Regentropfen, der an der Fensterscheibe runterrollt.
Wann hast du das letzte Mal einen Regentropfen beobachtet, wie er die Scheibe runterrollt? Wann hast du das letzte Mal einen Baum beobachtet und sich daran erfreut, wie er sich im Wind bewegt, als würde er tanzen?
Lebe diese einfachen und doch so sinnvollen Aktivitäten deinen Kindern vor! Findet eure Leidenschaft und Begeisterung für die einfachen Dinge wieder. Die Welt ist fantastisch und bietet uns eine Vielfalt an Möglichkeiten – wir müssen es nur zulassen und wieder erkennen. Das macht Spaß und Dopamin und Serotonin wird dein ständiger Begleiter werden.

3. Vermeide langweilige Nachhilfe
Solltest du mit deinem Kind die Herausforderung haben, dass es sich z.B. in der Schule oder bei der Hausaufgabe nicht konzentrieren kann oder dein Kind hat andere schulische Herausforderungen, wie z.B. Mathe- oder Rechtschreibprobleme, dann solltest du deinem Kind auf jeden Fall ein unterhaltsames und kurzweiliges Lernprogramm bieten, welches Spaß (Ausschüttung von Dopamin) macht, alle Gehirnareale optimal vernetzt und die Hauptursache löst, nämlich die Konzentration verbessert.
In einer Umfrage bei Eltern mit schulpflichtigen Kindern (die Nachhilfe benötigen), bei der die Frage gestellt wurde, ob ihre Kinder gerne in die Nachhilfe gehen, war das Ergebnis eher nüchtern aber auch zu erwarten: 98% der Kinder hatten keine Lust auf Nachhilfe. Woran liegt das?
Nachhilfe ist wie lernen nach der Schule, wo Kinder eigentlich frei haben sollten. Die meisten Nachhilfeinstitute gehen sehr klassisch vor und pauken die Fächer, in denen die Kinder Probleme haben. Spaß macht das in den seltensten Fällen und die Konzentrationsfähigkeit ist damit immer noch nicht verbessert. Dabei ist die Konzentration die Basis fürs Lernen und Behalten. Verbessert man die Konzentrationsfähigkeit des Kindes, lösen sich die schulischen Problem zu 60% auf.
Außerdem leidet das Selbstbewusstsein des Kindes, wenn es zur Nachhilfe muss, da es insgeheim spürt, dass etwas mit ihm nicht stimmt.

Deshalb: Als erstes die Konzentration deines Kindes mit Spaß verbessern, dann die schulischen Herausforderungen lösen – ebenfalls mit Spaß – und Dopamin wird den Körper überfluten.

Wer hierzu individuelle Fragen hat, bitte uns einfach kontaktieren mit dem Betreff Dopamin an: info@body-brain-activity.com

 

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Der Körper denkt mit

Ob wir einen heißen Kaffee trinken, uns die Hände waschen, lächeln oder die Hände in die Luft recken – Körperempfindungen und Bewegungen beeinflussen unsere Befindlichkeit. Oftmals geschieht dies sogar, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Siebzig Meter unter der Capilano Canyon Suspension Bridge in Kanada liegen Felsen und Stromschnellen. Dem jungen Mann auf der wackligen Hängebrücke klopft das Herz. Da kommt eine attraktive Frau auf ihn zu und bittet ihn, einen Fragebogen für ihren Psychologiekurs auszufüllen. Für Rückfragen gibt sie ihm ihre Nummer. Er wird sie anrufen – und das nicht, weil er Fragen hätte, sondern weil er die Dame so attraktiv fand.

Ob die Frau jedoch an einem anderen Ort zu anderer Zeit ähnlich stark auf ihn gewirkt hätte, ist fraglich. Denn die extreme Situation hat den jungen Mann wahrscheinlich verwirrt: Unbewusst hat er den Schluss gezogen, dass sein Herz wegen dieser Frau gerast hat. Und die Brücke dabei völlig vergessen.

Dieses Szenario stammt aus einer Studie von Donald G. Dutton und Arthur Aron von der University of British Columbia in Vancouver. Tatsächlich rief jeder zweite Mann die Frau zurück, wenn sie ihn auf der wackligen Brücke interviewt hatte. Fand das Interview dagegen auf einer Bank oder im Park statt, meldeten sich nur halb so viele Versuchspersonen. Eine mögliche Erklärung für diesen Anflug von Romantik ist eine so genannte Fehlattribution der physiologischen Erregung: Das Gehirn registriert die körperliche Wallung und sucht nach einem plausiblen Grund. Manchmal ordnet es die Aufgeregtheit jedoch der falschen Ursache zu, in diesem Fall der Frau statt der Hängebrücke.

 

Der Körper beeinflusst das Gehirn

Der Körper beeinflusst das Gehirn auf viele Weisen. “Embodiment”, “Verkörperung”, nennen Kognitionswissenschaftler dieses Phänomen. Sie gehen davon aus, dass der Körper mehr ist als nur Hardware für die Software des Geistes. Der bekannte Neurowissenschaftler António Damásio von der University of Southern California bringt diese Ansicht auf den Punkt: “Der Geist ist nicht nur eine Sache des Gehirns, sondern auch des Körpers” – was sich im Original viel schöner anhört: “The mind is embodied, not just embrained.”

Dahinter steckt die Idee, dass das Denken eng verstrickt ist mit dem, was der Körper empfindet und tut. Man nimmt zum Beispiel an, dass die Wärme eines Heißgetränkes im Gehirn die Vorstellung von emotionaler Wärme auslöst. Zumindest schätzen Menschen eine fremde Person als freundlicher, hilfsbereiter und vertrauenswürdiger ein, wenn sie gerade eine warme Tasse in der Hand halten.

Ein Grund hierfür liegt möglicherweise im modularen Aufbau der Gehirnrinde: Dort gibt es Bereiche, die auf bestimmte Funktionen spezialisiert sind, etwa die Verarbeitung von Sehreizen zur Erkennung von Farben, Bewegungen, Empfindungen, Lauten oder Gerüchen. Untereinander sind sie stark vernetzt. Aktiviert eine Information ein Modul, breitet sich diese Aktivität auch in anderen Gehirnarealen aus, die mit diesem verbunden sind.

Neurowissenschaftler nehmen an, dass das Gehirn abstrakte Konzepte wie emotionale Wärme mit körperlichen Erfahrungen verknüpft, um sie zu verstehen. Wenn eine Mutter ihr Baby im Arm hält, nimmt der Säugling ihre Körperwärme wahr. Diese frühen Erfahrungen bilden vielleicht das Gerüst, an dem Kinder ein komplexes Konzept wie emotionale Wärme erlernen können. Auch Jahre später kann unser Gehirn auf unsere frühen Körperempfindungen zurückgreifen – und wenn wir dann im Büro einen heißen Kaffee in der Hand halten, aktiviert die Wärmeempfindung das damit verknüpfte Konzept, und wir nehmen die anwesenden Kollegen als herzlicher wahr. Das spiegelt sich auch auf neuronaler Ebene wider – der Inselcortex ist an der Empfindung von psychischer und physischer Wärme beteiligt.

Reinwaschen des Gewissens

Doch nicht nur, was der Körper berührt, beeinflusst das Denken. Auch eigene Handlungen wirken sich auf die Kognition aus. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür ist der so genannte “Macbeth-Effekt”, benannt nach Shakespeares gleichnamigem Stück. Dort wäscht sich Lady Macbeth verbissen die Hände, um sich von der Schuld am Tod des schottischen Königs reinzuwaschen. Ganz ähnlich verhielten sich die Teilnehmer einer Studie des Teams um Verhaltenswissenschaftler Chen-Bo Zhong von der University of Toronto: Hatten sich die Probanden an eine eigene unmoralische Tat erinnert und diese beschrieben, wählten sie als Belohnung für ihre Teilnahme eher ein antiseptisches Tuch statt eines Stiftes.

Und anders als bei Lady Macbeth – der alles Waschen nichts hilft, und die das Gefühl nicht los wird, dass das Blut des Ermordeten an ihren Händen klebt –, scheint in der Realität der Effekt auf das Gewissen größer zu sein. Das zumindest zeigt ein weiteres Experiment, bei dem die Probanden ebenfalls ein persönliches Vergehen beschreiben sollten. Im Anschluss durfte sich die Hälfte der Teilnehmer die Hände mit einem antiseptischen Tuch reinigen. Danach empfanden sie weniger Schuld- und Schamgefühle sowie geringeren Ekel.

Beim Macbeth-Effekt vermuten Linguisten und Psychologen ebenfalls, dass Menschen das komplexe Konzept der moralischen Reinheit anhand körperlicher Erfahrungen erlernt haben. In vielen Sprachen finden sich dafür Hinweise: Im Deutschen hat man ein “reines Gewissen” oder “eine weiße Weste”, im Englischen beschreiben “clean” und “pure” körperliche und moralische Sauberkeit und im Chinesischen bezeichnet der Ausdruck “dreckige Hände” einen Dieb. Auch bildgebende Verfahren zeigen diesen Zusammenhang. Wenn wir uns vor verdreckten Toiletten ekeln, verziehen wir nicht nur das Gesicht auf die gleiche Weise wie beim Angewidertsein angesichts korrupter Manager – wir aktivieren sogar teilweise überlappende Gehirnregionen, vor allem in Stirn- und Schläfenlappen.

 

Haltung und Mimik

Auch die eigene Körperhaltung und Mimik beeinflussen unsere Geisteshaltung. “Halt dich gerade, Kind”, mahnt die Großmutter – und hat Recht. Studien deuten darauf hin, dass man sich selbstbewusster fühlt, wenn der Rücken aufrecht gehalten wird. Auch Schauspieler berichten oftmals, dass sie ein Gefühl tatsächlich empfinden, wenn sie es darstellen. Geht es einem nicht gut, kann es zum Beispiel helfen, die Mundwinkel hochzuziehen. Das konnte der Psychologe Fritz Strack von der Universität Würzburg schon 1988 zusammen mit Kollegen in einer Studie zeigen. Die Probanden betrachteten Cartoons und hielten währenddessen einen Stift entweder mit ihren Zähnen, wodurch das Lächeln erleichtert wird, oder mit ihren Lippen, wodurch das Lächeln erschwert wird. Im Anschluss beurteilten sie Cartoons als lustiger, wenn sie den Stift mit den Zähnen gehalten hatten. Dies entspricht der Annahme der Facial-Feedback-Hypothese, nach der der Gesichtsausdruck emotionales Erleben und Verhalten beeinflusst.

Unsere Mimik hilft uns jedoch nicht nur, die eigenen Gefühle zu erkennen, sondern auch die Emotionen anderer. Studien suggerieren, dass Menschen Emotionen auf Fotos von Gesichtern besser identifizieren können, wenn sie den gezeigten Ausdruck nachahmen. Im Gehirn sind dabei ähnliche Areale aktiv, als ob der Betrachter die Emotionen selbst empfinden würde. Psychologen vermuten, dass diese Simulation des Mienenspiels anderer eine wichtige Rolle für Empathie spielt.

Es gibt also viele Hinweise darauf, dass unser Körper dem Gehirn hilft, Komplexes zu begreifen, eigene Gefühle wahrzunehmen und sich in andere hineinzuversetzen.

(Quelle: www.dasgehirn.info, Autor Hanna Drimalla, Wissenschaftlicher Beitrag Dr. Christian Pfeiffer und Prof. Dr. Martin Lotze)

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So punktest du bei deinen Kindern

Bewusst zu leben bevölkert Werbung, Foren und Printmedien. Doch wie steht es in unserem persönlichen Alltag damit? Gelingt es uns, kleine Dinge zu genießen, Kindern ein Vorbild zu sein, selbst motiviert mit Herausforderungen umzugehen?

Es gibt zahlreiche Fallen, in die Eltern verständlicherweise tappen können. Man fühlt Stress bei der Arbeit und checkt deswegen in der Freizeit oder in den Ferien seine Mails. Man ist müde und möchte sich am Abend nicht mehr zum Joggen oder Spazierengehen aufraffen. Verführerisch leicht lässt sich der Fernseher bedienen, schnell hat man durch verschiedene Programme gezappt. Zu spät stellen viele fest, dass die Zeit vergeudet worden ist und man Seele und Körper besser hätte in Form bringen können.

Dabei ist es gar nicht so schwierig, Kindern das Leben bewusst vorzuleben und dabei selbst ausgefüllter und zufriedener zu sein. Vorausgesetzt, die Fallstricke sind einem selbst bewusst. Vergegenwärtigen Sie sich immer, dass Kinder ihre Eltern sehr genau beobachten. Schon kleine Kinder erfassen intuitiv, wie sich Eltern fühlen und ob die Worte ihrer Eltern mit deren Taten übereinstimmen. Worauf also gilt es zu achten?

Sprechen und Handeln in Einklang bringen

Alle Eltern werden in Kindergarten und Schule über die Gefahren des Internets aufgeklärt. Hoch motiviert kehrt man dann vom Elternabend zurück und stellt Regeln auf. Beispielsweise wird dem erstaunten Nachwuchs erklärt, dass der Handy- und Internetkonsum nur auf eine halbe Stunde täglich begrenzt ist. Keine Frage, solche Überlegungen und Regeln sind sinnvoll. Doch viel wichtiger ist es, selbst ein überzeugendes Vorbild zu sein. Bevor man seine Kids maßregelt, sollte man offen und ehrlich mit den eigenen Vorlieben und Verhaltensweisen umgehen. Wann und wie oft surft man selbst durchs Netz? Sind Handy und iPad bei Tisch tabu oder wie ein stiller Freund, der immer befragt wird, ehe die Familienmitglieder miteinander kommuniziert haben?

Dasselbe lässt sich über Kochen und Essen sagen. Nicht jeder kocht gerne. Gemeinsame Mahlzeiten machen Mühe. Einkaufen, Gemüse schnippeln, Kartoffeln garen, aufdecken, abdecken, spülen: Dies alles kostet Zeit. Gegebenenfalls schmeckt ihren Kindern auch das Essen nicht, und das wird deutlich kommuniziert. Ist das ein Grund aufzugeben? Keinesfalls! Bleiben Sie geduldig, sprechen Sie mit Ihren Kindern und sagen Sie ihnen, was Sie am Kochen schön finden. Kräuter duften gut, frische Karotten und Paprika schmecken süß und knackig, Salat hat viele Vitamine, es macht Freude in einzelnen Schritten eine leckere Soße anzurühren. Gerade kleine Kinder helfen gerne mit. Auch wenn es länger dauert: Lassen Sie Ihre Kinder mithelfen und loben Sie ehrlich, aber nicht übertrieben. Kinder sollten lernen, dass Arbeit normal ist und dazu gehört.

 

Bleiben Sie im Gespräch

Kinder sind perfekte Beobachter. Sie erkennen schnell und klar, ob ihre Eltern authentisch sind. Darüber hinaus freuen sich Kinder, wenn sie ernst und wahrgenommen werden. Das Stichwort für einen bewussten Umgang mit allen Dingen fängt bei den eigenen Kindern an. Wenden Sie sich Ihren Kindern zu, sprechen Sie mit Blickkontakt und sind sie ganz präsent. Buggys schiebende, joggende und telefonierende Eltern wirken vielleicht lässig, sind aber kein Vorbild an liebevoller Zuwendung. Gerade Kinder spüren, ob die Eltern sich vollständig auf sie einlassen oder mehrere Dinge nebeneinander tun. Dabei ist es besonders wichtig, seinen Fokus – vor allem bei größeren Kindern – auch auf das Zuhören zu richten. Nur durch sanftes Nachfragen erfährt man, ob sich Kinder in der Schule wohlfühlen oder durch Bewertungen von Lehrern und Mitschülern verunsichert worden sind.

 

Lösungen finden

Jedes Gespräch ist wichtig. Noch wichtiger ist jedoch die positive Einstellung dem eigenen Leben gegenüber. Herausforderungen wird es immer geben. Die Frage ist, wie man mit Schwierigkeiten umgeht. Bestärken Sie Ihr Kind zu einem bewussten Umgang mit den eigenen Gefühlen. Welche Lösung stellt sich Ihr Kind vor, wenn es sich im Sportverein nicht wohlfühlt? Viele Eltern erwarten von ihren Kindern Leistungen, die sie selbst nicht erbracht haben. Das ist verständlich. Schließlich möchte man nur das Beste für sein Kind und kennt das Gefühl, im einen oder anderen Gebiet versagt zu haben. Aber: Fehler, Versagen und Niederlagen gehören zum Leben dazu. Durch Schwierigkeiten lernen wir uns besser kennen, suchen nach neuen Wegen, werden kreativ und aufgeschlossen für Neues. Bestärken Sie sich innerhalb der Familie. Besprechen Sie eigene Sorgen durchaus auch mit Ihren größeren Kindern. Das schafft Vertrauen und führt oft zu ungeahnten Lösungen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Konzentration und Leistungsfähigkeit kann man spielerisch lernen. Wer Sport treibt und keinem falschen Leistungsgedanken aufsitzt oder ein Instrument lernt, übt sich in Hingabe. Hingabe kann man durch kleine Dinge lernen. Schärfen Sie früh die Sinne Ihrer Kinder. Lenken Sie beim Waldspaziergang den Blick auf Schmetterlinge, fleißige Ameisen und ewig wechselnde Wolkenbilder. Genießen Sie gemeinsam den Duft von frischem Heu im Sommer, das weiche Fell einer schnurrenden Katze, den Duft frischer Brötchen beim Bäcker oder das sanfte Rauschen der Wellen, die an Land plätschern. Lassen Sie Ihre Kinder die Augen schließen und einen weichen Stoff fühlen oder an Kräutern riechen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Sinne zu schulen, ohne schulmeisterlich zu sein.
Kann Ihr Kind keine Schleife binden und die Lehrerin macht Druck, lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Oft genügt ein bisschen Kreativität, um Spannung zu lösen: Beim gemeinsamen Spaziergang durch den Park übt man mit einem Grashalm, eine Schleife zu binden.
Gemeinsame Zeiten der Stille stärken den Zusammenhalt und das Wohlbefinden. Warum nicht ein paar Minuten auf einer Parkbank sitzen und den Enten zusehen? Oder in eine Kirche gehen und die alten Glasfenster genießen? Auch eine Bergtour mit fantastischen Ausblicken schärft den Sinn für die Schönheit der Natur in klarer Luft.

Die Natur lieben lernen

Die Natur ist unser größter Lehrmeister. Bäume, Blumen, Tiere: Alles lebt in einem eigenen Kreislauf, den man gemeinsam betrachten und erforschen kann. Wer gelernt hat, einen liebevollen Blick auf die Natur zu haben, wird dieses Gefühl auch auf Menschen übertragen. Viele Familien haben daher einen Hund oder eine Katze. Aber auch Vögel, Insekten und Eichhörnchen begeistern mit ihren Fähigkeiten, ihrer Schönheit und ihrer natürlichen Lebensfreude.

Es ist verständlich, dass man sich über lang anhaltenden Regen ärgert. Doch ist es sinnvoll? Ärger ist reflexiv: Man ärgert sich! Deswegen ist es besser, Wege zu finden, wie man mit schlechtem Wetter umgehen kann. Gummistiefel, Regenmantel und Schirm sind einfache Mittel, um schlechtem Wetter zu trotzen und nach einem Spaziergang an frischer Luft wieder gut gelaunt nach Hause zurückzukehren. Gerade der Wechsel ist anregend. Bewegung und der Kontakt mit Sonne, Regen und Wind sind auch für die Psyche des Menschen wichtig.

Für Bewegung sorgen

Kinder brauchen Abwechslung und Kinder brauchen Bewegung. Am besten ist es, täglich länger an die frische Luft zu gehen. Denken Sie daran, Trinken und gesundes Essen mitzunehmen: Kinder werden schnell hungrig!
Besser als Eis oder Schokoriegel vom Kiosk sind knackige Karotten, Äpfel oder frisches Brot.
Wer mit Kindern unterwegs ist, kann sich kleine Spiele ausdenken. Nehmen Sie einen Ball mit, ein Springseil oder eine Slackline. Wenn sich zwei Familien treffen, kann man zusammen Fußball spielen oder in einem städtischen Park ein Volleyballnetz aufbauen.
Bewegung macht schlau, denn die Koordination von Armen, Beinen und Händen schafft direkt Synapsen im Gehirn, die allerdings nur dann erhalten bleiben, wenn man immer wieder trainiert.
Kinder, die vor dem Lernen eine Runde Fahrrad fahren oder im heimischen Garten Fußball spielen, lernen leichter und schneller, als wenn sie direkt nach der Schule oder der Mittagsbetreuung Hausaufgaben machen sollen.

Doch auch hierbei gilt: Eltern sind immer Vorbild, ob uns das passt oder nicht. Wenn man selbst viel raucht oder jeden Abend eine Flasche Wein trinkt, muss man sich nicht wundern, wenn Jugendliche dasselbe tun wollen. Das bedeutet nicht, dass man sich als Eltern Lebensfreude, Optimismus und Feiern abgewöhnen muss. Im Gegenteil! Kinder lieben Eltern, die aktiv sind. Kinder orientieren sich an Müttern und Vätern, die ihnen die Welt vermitteln, eigene Begeisterung formulieren und sie zu Dingen anregen. Sei es, ein Instrument zu lernen, einem Sportverein beizutreten, gemeinsam einen Kuchen zu backen oder eine Fahrradtour zu unternehmen.

Weniger ist mehr

„Less is more“ – der berühmte Satz des großen Architekten Mies van der Rohe besitzt immer noch volle Gültigkeit. Es ist sinnvoll, Kinderzimmer nicht mit allem, was die Werbung vorschlägt, auszustatten. Eine gute Idee ist außerdem, mit seinen Kindern das Zimmer gemeinsam zu gestalten. Kinder finden es toll, wenn Eltern mit ihnen etwas Handwerkliches bauen. Auch Spiele und Lesen fördern Konzentration und spielerisches Lernen.
Große Wünsche kann man langsam wachsen lassen, etwa, indem man darauf spart. Vorfreude ist eine besonders schöne Freude, weil sie die Fantasie in Gang setzt. Zu bewusstem Leben gehört Neugierde. Dann macht Lernen Spaß!

Ausblicke

Natürlich wissen auch wir von Body Brain Activity, dass man nicht alles richtig machen kann. Hinterfragen Sie sich hin und wieder kritisch. Sehen Sie es als Chance, mit Ihren Kindern zu reifen und zu wachsen. Kinder sind ein hervorragender Spiegel und das Wertvollste, was Eltern besitzen. Wer bereit ist, ohne Wenn und Aber Zeit mit seinen Kindern zu teilen und die Gefühle seiner Kinder ernst zu nehmen, wird immer profitieren. Der eine oder andere Umweg schadet nicht, lassen Sie sich niemals entmutigen!

Der ideale Schulstart

Aufgeregt steht der kleine ABC-Schütze vor der Schule, den nagelneuen Schulranzen auf dem Rücken, der noch so riesig und ungewohnt wirkt am eigenen Kind. Die Eltern fühlen sich aber oft nicht halb so schulreif, wie das eigene Kind und denken plötzlich zurück an die Zeit, als das große Schulkind noch die Windeln vollgemacht hat.

Sie fragen sich, ob es den Anforderungen gewachsen sein wird, ob es mit dem Lehrer zurechtkommt, sich in der neuen Umgebung einleben wird, ob es genug Konzentration aufbringen kann. Das i-Dötzchen plagen ganz andere Ängste: Darf ich neben meinem besten Freund sitzen? Werden die anderen aus der Klasse nett sein? Und was ist, wenn ich auf die Toilette muss? All diese Befürchtungen sind normal und verständlich. Jedoch sollten Eltern im Interesse der eigenen Kinder ihre eigenen negativen Erfahrungen mit Schule zurückhalten, um dem Kind positive Erfahrungen überhaupt zu ermöglichen. Lernen in Bewegung macht schlau und fördert die Konzentration, wer das weiß, kann seinem Kind den idealen Schulstart ermöglichen.

Lernen macht Spaß

In Deutschland besteht allgemeine Schulpflicht ab dem sechsten Lebensjahr. Also egal, ob Sie Ihrem Kind vor dem Beginn der Schule von langweiligen Unterrichtsfächern und ungerechten Lehrern Ihrer Schulzeit oder doch lieber von spannenden Themen und netten Klassenkameraden erzählen: Das Kind muss doch zur Schule! Sie tun ihm also nur etwas Gutes, wenn Sie Ihrem Schützling die Schule schmackhaft reden. Das Kind freut sich so auf den Unterricht und die neuen Kameraden, auf Pausenspiele und Lesenacht. Vermitteln Sie dem Kind: Lernen macht Spaß, weil du neue Dinge erfährst. Lernen macht Spaß, weil nette Kinder mit dir in der Klasse sitzen werden.

Eigene Ängste und Erfahrungen nicht projizieren

Auch wenn Sie in der Schulzeit schlechte Lehrer hatten oder gemobbt wurden, ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind keine Angst vor der Schule machen und wenn möglich nicht schlecht über Lehrer, einzelne Unterrichtsfächer oder Schulsysteme sprechen. Gerade in der Grundschulzeit ist der Lehrer eine wichtige Person, zu der Ihr Kind im Idealfall ein vertrauensvolles Verhältnis aufbaut, ähnlich wie zuvor mit dem Bezugserzieher im Kindergarten. Seien Sie jetzt kein Spielverderber! Lassen Sie Ihr Kind unbelastet starten und akzeptieren Sie, dass Mathe vielleicht das Lieblingsfach wird, auch wenn Sie damit noch nie etwas anfangen konnten.

Lernen ist wichtig für die Entwicklung

Wenn der Kinderarzt die Schulreife bestätigt hat, können Sie auch davon ausgehen, dass es die Anforderungen der Schule meistern wird. Nun ist es für das Kind wichtig, dass Sie dieses Vertrauen in seine Leistungsfähigkeit fördern und ihm ein positives Selbstbild als Schüler geben. Bestärken Sie das Kind in seiner Vorfreude und fangen Sie Ängste ab, indem Sie dem Wunsch des Kindes entsprechen und über die Schule reden. Vielleicht können Sie für die Zeit zwischen Kindergarten und Schule ein paar Hefte besorgen, in denen das Kind spielerisch auf die Schule vorbereitet wird. Dann erfährt Ihr Kind: Lernen macht Spaß! Zudem wird die Konzentration gefördert und hoffentlich eine intrinsische Motivation geschaffen, d. h. das Kind ist aus sich selbst heraus motiviert zu lernen.

Bewegung macht schlau: Hausaufgaben von Anfang an stressfrei gestalten

Wenn die i-Dötzchen aus der Schule nach Hause kommen, haben sie voller Konzentration stundenlang auf einem Stuhl gesessen und sich konzentriert. Das ist ungewohnt und daher müssen die Kleinen sich nun bewegen – auch während der Hausaufgaben, denn Bewegung macht schlau. Alle 20-25 Minuten sollte das Kind die Möglichkeit erhalten, sich für zwei Minuten zu bewegen. Dies ist wichtig für die Leistungsfähigkeit des Gehirns, da die Neurotransmitter in den Synapsen wieder „auf Anfang gestellt“ werden. Bewegung macht schlau, denn das Kind kann danach ruhiger und konzentrierter weiterarbeiten und das Lernen macht Spaß. Eltern, die mit ihren Kindern täglich eine halbe Stunde den Stoff des Vormittags wiederholen, am besten in Bewegung, z. B. während eines Spaziergangs mit dem Kind darüber sprechend, bewahren es vor Überforderung durch ein plötzliches Zuviel vor Klassenarbeiten. Bewegung macht schlau – das wussten schon die alten Griechen und haben nur während des Gehens in großen Wandelhallen gelernt und philosophiert.

Medienkonsum bei Grundschulkindern

Kinder sind sehr aufnahmefähig für neue Lerninhalte – es sei denn, die Aufnahme wird blockiert. Dies geschieht leider durch die häufige Beschäftigung mit Spielen am Handy oder Schauen von Fernsehsendungen. Gerade wenn Kinder direkt vor der Schule, dem Lernen oder vor den Hausaufgaben visuelle Medien konsumieren, wirkt sich dies negativ aus. Das blaue Licht von Fernseher und Co. blockiert den Hippocampus und schränkt dadurch unsere Fähigkeit zur Konzentration ein.

 

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